Leichtathletik

Bronzemedaille für Andreas Lange

| Lesedauer: 2 Minuten
Volker Gast

Bis zur letzten Runde lag Andreas Lange (LG Reinbek-Ohe) im 800-Meter-Finale bei den deutschen Jugend-Meisterschaften der Leichtathleten in Neubrandenburg auf dem undankbaren vierten Platz.

Dann nahm der 17-Jährige seinen ganzen Mut zusammen und sprintete auf der Schlussgeraden noch innen am Frankfurter Kolja Breuer vorbei. In 1:54,72 Minuten gewann er die Bronzemedaille hinter dem Sieger Thomas Bojanowski (LG Rhein-Wied, 1:54,28 Minuten) und Ronny Heck (SC Magdeburg, 1:54,65).

Die Freude war nicht nur bei Lange groß, sondern auch bei seinem Trainerteam Gunnar Weitschat/Jan Gutzeit. "Wir sind sehr zufrieden", betonte Gutzeit, "wir hatten nach dem gewonnenen Vorlauf bereits auf eine Medaille spekuliert. Wäre das Rennen noch ein paar Meter weiter gegangen, hätte es sogar mehr als Bronze werden können." So aber verpasste Lange um sieben Hundertstel die Nominierung für den Länderkampf zwischen Frankreich, Italien und Deutschland in zwei Wochen in Metz.

Mit einer Körpergröße von 1,90 Metern gehört Langes Vereinskameradin Katharina Stöber (LG Reinbek-Ohe) zu den besonders groß gewachsenen deutschen Nachwuchs-Sprinterinnen. In einer Leichtathletik-Halle ist das ein echter Nachteil, wie sie in Neubrandenburg erfahren musste. Um die Winzigkeit von sieben Hundertstel hatte sie in den Vorläufen über 200 Meter die besten vier Qualifikations-Zeiten verpasst. Statt auf den privilegierten Außenbahnen musste sie daher im Finale auf der ungeliebten Bahn eins antreten und war erwartungsgemäß chancenlos. In 25,17 Sekunden wurde Stöber Siebte. Damit wird sie nicht zur 4x200-Meter-Staffel gehören, die Deutschland in Metz vertritt. "Sie ist verkrampft gelaufen", kannte Trainer Patrick Wienecke die Ursache.

Pech hatte auch die 4x200-Meter-Sprintstaffel der SG Hamburg. Nachdem Jan-Niklas Runge (TSG Bergdorf), Connor Voß (Barsbütteler SV) und Sebastian Meier (TSG) ihre Runden problemlos absolviert hatten, lief Niklas Francke (BSV) bei der letzten Übergabe zu früh los. Bevor er den Staffelstab in Händen hielt, hatte Francke bereits die Wechselmarke überschritten, das Team war raus. "Sie mussten halt alles riskieren. Da kann so etwas schon einmal passieren", hatte Landestrainer Jürgen Krempin Verständnis für den Patzer.

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Sport