Fußball-Landesliga

"Wir kommen wieder"

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Lohbrügge (neu). Drei Minuten entschieden die Partie der Fußball-Landesliga zwischen dem VfL Lohbrügge und dem Bramfelder SV. Unmittelbar nach dem Wiederanpfiff stürmt Angreifer Felix Bültemann beim Stand von 0:0 auf das Gäste-Tor.

Mit einem Haken versucht er den Ball, an Nils Völtzke vorbeizulegen. Doch der BSV-Keeper hat den Braten gerochen und klärt in Richtung Seitenlinie. Carsten Henning erreicht das Spielgerät als Erster. Aber auch Bültemann ist wieder zur Stelle, zieht und zerrt und kommt mit einem klaren Foul an den Ball. Der Bramfelder Verteidiger revanchiert sich, indem er dem 21-Jährigen von hinten in die Beine grätscht. "Jeder hat gesehen, dass das eine klare Rote Karte war", echauffierte sich Trainer Sven Schneppel. Und auch sein Pendant Michael Noffz gestand ein: "Da hätte er vom Platz fliegen können." Allein, Schiedsrichter Jan Hittig (SC Poppenbüttel) zeigte nur Gelb (47.).

Kurz darauf flankt Christopher Skalnik auf Philip Kiesewetter, der sein 15. Saisontor markierte (50.). Anstatt in Überzahl die Gäste laufen lassen zu können, laufen die Gastgeber nun einem Rückstand hinterher. Und das vergeblich. Es blieb bei der Lohbrügger 0:1-Niederlage.

Die Ausgangssituation war wohl doch zu verlockend gewesen. Bereits ein Remis hätte dem VfL gereicht, um den Spitzenreiter Oststeinbeker SV zu überholen. Doch die Lohbrügger Offensive - mit 47 Treffern die beste der Liga - spielte viel zu abwartend. Aus dem Spiel heraus kam einzig Bültemann zu Chancen. Aber gerade dem fehlte an diesem Tag der letzte Biss. Den herauseilenden Völtzke schoss er an (29.). Und später, als er diesen bereits umspielt hatte, schob Bültemann das Leder aus spitzem Winkel am leeren Tor vorbei (45.). "Deshalb dürfen wir uns auch gar nicht über den nicht gegebenen Platzverweis beschweren", relativierte Schneppel.

Auf der anderen Seite zeigte die Abwehr um Adam Hamdan ungewohnte Schwächen. Zweimal gelang es BSV-Stürmer Serdar Yilmaz nur nicht, den völlig freistehenden Mitspieler vor dem Tor aus kurzer Entfernung in Szene zu setzen (34., 43.).

Während der VfL-Offensive nach dem Rückstand noch weniger einfiel, vergaben die Bramfelder Konterchancen in Hülle und Fülle. Am Ende reichte es trotzdem zum Sieg, über den sich auch die Verantwortlichen des OSV freuten. Wie ein Betriebsausflug mutete es an: Trainer Stefan Kohfahl, Obmann Karl Heinrich Hagemann und Kotrainer Lothar Strahl mit Hund verfolgten die Partie auf der Anlage Binnenfeldredder. Doch gerade in deren Richtung gab sich Schneppel kämpferisch: "Dieses Ergebnis wirft uns nicht um. Wir kommen wieder."

VfL: Wilkens (3); Braun (4), Golinske (4) ab 46. Özcerkes (3), Hamdan (3), Flick (3-4); Feddern (2-3) ab 68. Steffens (-), Aydin (4), Smaga (3-4), Nunes (4); Bültemann (4), Exposito (5) ab 81. Nüchterlein (-).

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