Ostbek-Cup

Hallenkönige vom Hamfelderedder

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Oststeinbek (vg). "Jetzt bloß nicht mehr tanzen!", stöhnte Sören Deutsch, Stürmer des Fußball-Landesligisten SV Börnsen.

Nach sieben Spielen in sechs Stunden beim Hallenturnier des Oststeinbeker SV, dem 10. Ostbek-Cup, spürte der 32-Jährige vor der Siegerehrung jeden einzelnen Knochen. Doch als sein Teamkollege Benjamin Bode stolz den Siegespokal in den Höhe stemmte, war Deutsch nicht mehr zu halten. Der anschließende Freudentanz der Börnsener Mannschaft wurde vom "Oldie" entgegen seiner Ankündigung höchstpersönlich initiiert. "Ich hoffe, dass wir von diesem Erfolg spielerisch etwas nach draußen in die Rückrunde mitnehmen können", betonte SVB-Trainer Marcel Greve, "die Stimmung im Team ist hervorragend."

Die Börnsener waren am gestrigen Tag in der Walter-Ruckert-Sporthalle die beste Mannschaft, da gab es gar keine Frage. So stellten sie mit Bode (sechs Treffer) nicht nur den Torschützenkönig der Veranstaltung, sondern mit Deutsch (fünf) auch den Zweiten in dieser Wertung. Trotzdem brauchte der SVB auf dem Weg ins Endspiel etwas Glück. Im Halbfinale gegen den OSV stand es nach Toren von Deutsch und Francis Fabian 1:1, ein Neunmeter-Schießen musste entscheiden. Sven Flagmann war schließlich der Unglücksrabe, der für die Hausherren am Tor vorbeischob. Börnsen setzte sich mit 4:2 durch und zog ins Endspiel ein. "Wir haben nicht unseren besten Fußball gezeigt", urteilte OSV-Stürmer Marco Braesen selbstkritisch, "aber wir haben uns insgesamt als Gastgeber gut präsentiert. Der Spaß sollte ohnehin im Vordergrund stehen."

Im Endspiel wartete überraschend Einigkeit Wilhelmsburg nach einem 3:2-Halbfinal-Erfolg im Neunmeter-Schießen gegen den TSV Neuland auf die Börnsener. Doch beiden Teams war die Erschöpfung nach einem langen Turniertag anzumerken. Der abgeklärtere SVB setzte sich durch Tore von Deutsch und Bode letztlich mühelos mit 2:0 durch.

Zum Schluss noch eine ganz besondere Erfolgsgeschichte: Zum Torhüter des Turniers wurde Andreas Zecher vom FTSV Lorbeer gewählt. Der Kreisligist hatte dank seiner Paraden das Sonnabend-Turnier gewonnen. Und auch die höherklassigen Teams am Sonntag verzweifelten regelmäßig an Zecher.

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