Enttäuschung

Bergedorfer Karateka (r)ausgerutscht

Bergedorf (vg). Die großen Hoffnungen der Bergedorfer Karateka Desirée Christiansen (18) und Vivien Schneider (15) haben sich bei der Europameisterschaft in Paris nicht erfüllt. Als Titelkandidatinnen angereist, scheiterten beide bereits in der ersten Runde.

Christiansen hatte zum Auftakt die Ungarin Nikola Bartha zugelost bekommen, die am Ende Dritte wurde. In einem ausgeglichenen Duell stand es nach Ablauf der regulären Kampfzeit 2:2, ebenso nach der Verlängerung. Somit kam alles auf den Kampfrichterentscheid an. Zwei Offizielle votierten für Christiansen, zwei für Bartha. Da aber der Hauptkampfrichter sich für Bartha entschieden hatte und seine Stimme doppelt zählt, war die Bergedorferin raus. "Das war nicht fair" ärgerte sich TSG-Trainer Ibo Günes, "Desirée hat den Kampf dominiert. Sie war die ganze Zeit über die Aktivere."

Lehrgeld musste auch Vivien Schneider bezahlen. Schon nach wenigen Sekunden erwischte sie ihre Gegnerin, die Schottin Iona Frost, mit einem unerlaubten Kontakt. Dem Strafpunkt lief sie fortan hinterher. "Ich habe sie aus Versehen umgehauen", schildert Schneider, "aber die Matte war auch hammermäßig glatt. Das war ein großes Problem." Schneider glich zwar zum 1:1 aus, musste aber noch eine weitere Kontakt-Strafe hinnehmen und verlor schließlich mit 1:3. "Für mich war die EM trotzdem eine wertvolle Erfahrung", urteilte sie.

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Sport