Lauenburger SV

Die Tabellenführung ausgebaut

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Florian Neuhauss

Lauenburg. Plötzlich passte nichts mehr zusammen. Die Handballer der Lauenburger SV verloren völlig den Faden. Innerhalb von nur drei Minuten zogen die Gäste vom Ratzeburger SV in der Landesliga-Spitzenpartie von 5:5 auf 9:6 davon (12.).

Die LSV-Handballer haben in der Landesliga nun vier Punkte Vorsprung auf den TuS Lübeck.

Wie so oft in dieser Saison lief mal wieder nicht alles am Schnürchen. Doch gerade jetzt zeigten die Elbestädter, warum sie in dieser Saison die Tabelle klar anführen: Sie verloren nicht die Ruhe. Diesmal war es Frank Mathias, der das Kommando übernahm. "Druck, Druck", forderte der 29-Jährige immer wieder bei eigenem Angriff und verteilte dabei klug den Ball. Schon zur Pause führte die LSV mit 14:11. Nach einer Stunde siegte das Team von Spielertrainer Carsten Mahnecke souverän mit 27:22.

"Ich hatte nicht damit gerechnet, dass wir Ratzeburg keine Chance lassen würden", resümierte er zufrieden. Dank der 25:28-Niederlage von Verfolger TuS Lübeck bei Stockelsdorf II bauten die Lauenburger ihre Tabellenführung sogar auf vier Pluspunkte aus.

Die LSV-Defensive musste sich allerdings erst auf den wendigen Jens Wittenburg im Rückraum (sieben Treffer) und Benjamin Seeliger einstellen. Erst als Michael Börger und Mathias den über zwei Meter großen Kreisläufer des Tabellendritten doppelten, gelang es, den Hünen aus dem Spiel zu nehmen. Gleichzeitig zeigte Torhüter Tobias Reinert einmal mehr eine starke Leistung und parierte viele Würfe, darunter auch ein Siebenmeter (32.). Auch der angeschlagene Christian Gutsch trug seinen Teil zum Sieg bei. Er stand nur bei drei Siebenmetern der LSV auf der Platte und verwandelte alle.

Derweil sorgte Mirco Kröppelin für ein Kuriosum: Wegen eines vermeintlichen Foulspiels musste der 25-Jährige zunächst zwei Minuten raus. Just als die Strafe abgelaufen war und Lieven Prötzig aufs Feld stürmte, unterbrachen die Schiedsrichter erneut. Kröppelin hatte seinem Unmut noch einmal lautstark Luft gemacht. Die Strafe: abermals zwei Minuten (35.).

Doch auch von solchen Rückschlägen ließen sich die Lauenburger nicht mehr aus der Bahn werfen. In Unterzahl erhöhte Oke Hagen auf 16:12 (37.). Das Tor des Tages markierte Florian La Prova, der mit einem geschickten Drehwurf zum 21:14 traf (43.).

"In den vergangenen Partien hatten wir einige Kommunikationsprobleme. Diesmal habe ich in der Mitte gespielt und musste mehr Verantwortung übernehmen", gab Mathias zu Protokoll. "Mehr als auf die Nase fallen, konnte ich ja nicht." In letzter Sekunde übertrieb es der 29-Jährige jedoch mit der Kommunikation, sah wegen Reklamierens die Rote Karte.

LSV-Tore : Hagen (6), La Prova (5), Mathias, Börger (je 4), Prötzig (3), Gutsch (3/3), Kröppelin, Simon (je 1).

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