Kooperation

LSV und VfL vor Handball-Hochzeit

Florian Neuhauss

Lauenburg/Geesthacht. Die Idee ist nicht neu. Trotz der großen Rivalität im Erwachsenen-Bereich dachten die Verantwortlichen der Handballabteilung des VfL Geesthacht schon vor vier Jahren laut über eine Kooperation mit der Lauenburger SV im Jugendbereich nach.

Damals handelten sie sich eine Absage ein. Bei ihrem zweiten Anlauf stießen die Geesthachter in der Nachbarstadt jedoch auf offene Ohren.

"Da haben die Lauenburger auf einmal positive Signale gesendet", sagt Holger Hinz, stellvertretender Abteilungsleiter des VfL. Im Dezember wurden dann "ernsthafte Gespräche" (Hinz) aufgenommen. " Wir sind uns schnell nahe gekommen", stellt er zufrieden fest. Mittlerweile haben beide Vereine eine Absichtserklärung abgegeben, dass sie die Kooperation eingehen wollen.

Über das "Wie" soll nun in den kommenden Wochen und Monaten beraten werden. Bis zum 1. Mai müsste die Spielgemeinschaft allerdings gemeldet werden, um in der kommenden Saison an den Start gehen zu können.

So weit, so gut. Doch während sich Hinz bereits sicher ist, dass es zu der Kooperation kommen wird, äußert sich Markus Reich sehr viel vorsichtiger. "Wir haben lediglich eine Absichtserklärung abgegeben. Ob es auch wirklich zu der Zusammenarbeit kommt, ist noch nicht sicher", sagt der LSV-Abteilungsleiter schlicht.

Eines aber ist klar: Die Kooperation würde Sinn machen. Zwar haben beide Jugendabteilungen in den vergangenen Jahren gute Arbeit geleistet, doch gibt es in den einzelnen Jugendmannschaften Leistungsunterschiede.

Die erste Möglichkeit, diese Lücken zu schließen, wäre, einzelne Mannschaften zusammenzulegen. Doch Hinz gibt zu bedenken: "Wenn man in Zukunft auch die Oberliga ins Visier nehmen will, müssen letztlich die beiden Abteilungen zu einer Spielgemeinschaft zusammengelegt werden." Dabei würden die einzelnen Spieler ihre Vereinsmitgliedschaft behalten. Doch zunächst müssen den Worten noch Taten folgen.

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