Rallye

Als Touristin bei der "Dakar"

Fünfhausen (olü). Kaum zu glauben, aber Christina Meier plant schon das nächste Abenteuer. Ende März will die Fünfhausenerin bei der Tuareg-Rallye in Nordafrika Ende März an den Start gehen - wenn bis dahin ihr Motorrad wieder funktioniert. Denn das ist noch in Südamerika.

Bereits auf der zweiten Etappe der Rallye Dakar musste die Vierländerin aufgeben. Die Elektrik ihrer Yamaha versagte auf der sandigen Piste komplett. Doch ein Zurück gab es für die 36-Jährige nicht. Lieber begleitet sie die Tour als Touristin.

Zunächst konnte die Finanzbeamtin im Servicewagen eines brasilianischen Mitsubishi-Teams mitfahren. "Die Jungs haben mich als Anhalterin mitgenommen, als ich nur in Jeans und T-Shirt auf der Straße stand. Während ich versuchte, Informationen über den Verbleib meines Bikes zu bekommen, war mein Servicetruck abgefahren. Mit all meinen Sachen. Kein Telefon, kein Geld, keine Papiere", schreibt sie im Tagebuch auf ihrer Internetseite www.tinadakar.com .

Zum Glück hat sie im Camp alles wiederbekommen. Mittlerweile sitzt Meier in ihrem dritten Fahrzeug. Nach den Franzosen von "100% Sud Ouest" folgte der Service Truck der "Swedish Armed Forces".

Nebenbei hat sie zusammen mit ihrem Mechaniker Bert van der Donk den ohne Serviceteam fahrenden Laurent Meffre unterstützt. Immerhin konnten die beiden dabei helfen, einen Bremsdefekt an seinem Motorrad zu beheben. Doch am Dienstag musste auch der Franzose aufgeben. Jetzt freut sich Meier auf das argentinische Cordoba, wo der Tross am Freitag ankommen wird. Dort wird eine riesige Menschenmenge erwartet.

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