Red Blues

Trotz Abstiegsplatz - Bangemachen gilt nicht

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Bergedorf/Aumühle (dsc). Im Jahr 2002 schlossen sich die Handballer der SG Bergedorf/Kirchwerder und des TuS Aumühle-Wohltorf zusammen - zunächst in einer Kooperation, inzwischen als Handballspielgemeinschaft Red Blue.

Das Ziel damals: über den vermeintlich leichteren Weg, die Oberliga Hamburg, an die Tür zur Regionalliga anklopfen. Einmal, 2005, klappte dies mit Platz drei. Inzwischen aber droht den Red Blues der Absturz in die 2. Liga Hamburg. In zehn Partien gab es einen mageren Sieg. Die Folge: Die Mannschaft von Trainer Randolf Weyland überwintert als Vorletzter auf einem Abstiegplatz. Um aus dem Tabellenkeller wieder herauszukommen, arbeitet der Coach ab sofort im Gespann mit Manager und Ex-Trainer Jean-René Dambel.

"Ich bleibe federführend", betont der ehemalige Zweitliga-Spieler Weyland, der die Mannschaft zu Saisonbeginn von Holger Bockelmann übernommen hat. Der A-Lizenz-Inhaber ergänzt aber: "Weil Jean das Team länger und besser kennt, bringt er sich künftig ins Training ein." Diese Lösung ist das Resultat von vielen Gesprächen, die Mannschaft, Trainer und Manager in den vergangenen Wochen immer wieder geführt haben. "Wir wollen die Karre gemeinsam aus dem Dreck ziehen. Ich sehe auch gar keine Veranlassung in Panik auszubrechen. Wir wollen hier nur positiv denken", sagt Dambel. Sollten die nächsten beiden Heimspiele gegen Barmstedt und die HG Barmbek verloren werden, weiß allerdings auch Weyland: "Dann wird es ganz eng."

Soweit soll es aber gar nicht erst kommen. Vor allen Dingen will das neue Trainergespann die schwachen Abwehrleistungen verbessern - die Red Blues haben in der Liga am zweitmeisten Gegentreffer kassiert. "Auch die Beteiligung bei den Übungseinheiten muss besser werden", sagt Weyland. Zudem konnte sich aufgrund der vielen, zum Teil langfristig verletzten Akteure, die Mannschaft nicht einspielen. "Wir greifen in der Rückserie an. Mit zwei Siegen hat man schnell wieder den Anschluss gefunden. Unser Saisonziel war in der starken Liga mit den drei Regionalliga-Absteigern ohnehin nur Platz sechs", betont Dambel.

Apropos Platz sechs: Spätestens in der Spielzeit 2010/2011 müssen die Red Blues mindestens Sechster werden, wenn sie nach der Umstrukturierung in den oberen Handball-Klassen weiter in der neuen Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein spielen wollen.

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