Fußball-Oberliga

Voran Ohe verstolpert nächste Siegchance

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Hamburg (hbo). Matthias Heidrich hatte nur noch Keeper Sebastian Voss und das Tor des SC Concordia vor sich. Bereits in der dritten Minute des Oberliga-Duells eröffnete sich dem Fußballer des FC Voran Ohe die große Möglichkeit, das Tabellenschlusslicht in Führung zu bringen.

Der Angreifer fixierte ausschließlich das runde Leder, umkurvte den etwas zögerlich herauslaufenden Schlussmann und hatte jetzt Platz und Zeit, noch etwas mit dem Spielgerät in Richtung des verwaisten Gehäuses zu laufen. Doch der 30-Jährige suchte sofort den Abschluss. Aber just, bevor Heidrich abzog, versprang der Ball auf dem unebenen Boden. Die tragische Folge: Das Spielgerätfand nicht den Weg zwischen die Pfosten, sondern landete auf den unbesetzten Traversen in der Westkurve. Ein früher Treffer hätte den Gästen in einer Partie, die ob des morastigen Platzes unter zumindest zweifelhaften Bedingungen ausgetragen wurde, womöglich einen entscheidenden Vorteil bringen können. So aber verstolperte das "Weiße Ballett" am Ende nicht nur diese Gelegenheit, sondern verlor auch den Abstiegskrimi mit 0:3.

Einmal mehr in dieser Serie blieb dem Team von Coach Peter Wiehle nach 90 Minuten nur die Erkenntnis, dass die Symbiose von schwacher Chancenverwertung und Abwehrpatzern beinahe immer zu einer Niederlage führt. Im Falle der Oher war es bereits die elfte Pleite im 17. Spiel. Zu viele eigentlich, um noch realistische Hoffnungen auf den Klassenerhalt haben zu dürfen. Dennoch übte sich Wiehle in Zweckoptimismus: "Ich habe noch Hoffnung. Bei uns muss einfach der Knoten platzen. Dann gehe ich davon aus, dass wir es noch schaffen."

Tatsächlich präsentierte sich die Elf des Ex-Concorden an seiner alten Wirkungsstätte im Marienthal keineswegs wie ein Absteiger. Voran hatte in der Partie mehr Ballbesitz, vergab jedoch durch erwähnten Heidrich (3., 85.), Selim Aksu (Flanke an die Latte/57.) und Heiko Tetzlaff (68.) beste Chancen. Auf der Gegenseite überraschten die Wandsbeker durch hohe Effizienz. Berkan Algan (35.) und Kai Steinhöfel (88.) nutzten zwei der wenigen "Cordi"-Möglichkeiten zu Treffern. Immerhin blieb das letzte Tor der Begegnung einem Oher vorbehalten: Sven Maric bugsierte eine harmlose Flanke von Algan mit dem Schienbein ins eigene Gehäuse (90.+1).

Ohe: Hamdorf (2-3); H. Tetzlaff (3), Maric (3), Kaba (3), Tank (2-3); Aksu (2-3), Rodrigues (3), Kudling (3) ab 76. Kilic (-), Carl (3-4); R. Tetzlaff (3-4), Heidrich (3-4).

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