Interview mit Stefan Kohfahl

"Wir stoßen an unsere Grenzen"

Mit dem 2:1-Sieg über den TuS Hamburg am vergangenen Wochenende sicherte sich der Oststeinbeker SV die Herbstmeisterschaft in der Fußball-Landesliga. Vor dem Duell mit Grün-Weiß Harburg (heute, 19.30 Uhr, Meessen) sprach die Sportredaktion deshalb mit Erfolgstrainer Stefan Kohfahl über die aktuelle Entwicklung.

. Kohfahl über...

... die Aufstiegschancen des OSV: "Wir haben aus den vergangenen 30 Spielen 74 Punkte geholt. Das ist schon ziemlich beeindruckend. Die Meisterschaft geht nur über uns. Wichtig ist aber erst mal, wie wir in den Winter kommen. Können wir in den nächsten drei Spielen, aus denen wir in der Hinrunde sieben Zähler holten, wieder so punkten, dann gehen wir mit einem Vorsprung in die Winterpause."

... seine Arbeit: "Ich bin nur ein Teil des Teams. Mit Holger Rochow, Christian Gronauer, Jörg Appelt, Lothar Strahl und allen voran 'Kalli' Hagemann, der den Verein lebt, haben sich hier viele Kompetenzen gesammelt. Ich bin für den sportlichen Teil zuständig, den ich selbst gestaltet habe. In dieser Liga reicht es, zweimal pro Woche zu trainieren. Ich verstehe es dabei, immer wieder die nötigen Reize zu setzen."

... seine Beziehung zu den Schiedsrichtern: "Da gibt es kein besonderes Verhältnis. Mit einigen verstehe ich mich gut, mit anderen nicht. Es geht für mich um Vernunft und Leistung. Ich bin aber einer, der seine Meinung sagt und das eben auch gegenüber den Unparteiischen. Die stehen nicht zwei Stufen über uns."

... 60 Spieler, die kamen und gingen: "In den vergangenen fünf Jahren haben wir hier aus einer fast noch Kreisliga-Mannschaft einen Oberliga-Anwärter gemacht. Klar, dass da nicht alle Jungs die Reise mitmachen konnten. Andere haben lukrativere Angebote bekommen. So waren es insgesamt circa 60 Spieler.

... das Potenzial des Vereins: "Wir stoßen an unsere Grenzen. Mehr als die Oberliga ist in Oststeinbek nicht drin. Aber das ist auch überhaupt nicht schlimm. Sollten wir den Aufstieg schaffen, wäre das fantastisch."

... die Stimmung bei den Heimspielen: "Die Flutlichtspiele sind großartig. Wir haben schon oft nach Siegen vor unserem Anhang im Kreis getanzt, aber so intensiv wie nach dem Erringen der Herbstmeisterschaft war es noch nie. Die Fans haben im Klubheim auf den Tischen getanzt."