Regionalliga-Fußballerinnen

"Die Mannschaft kann stolz sein"

Olaf Lüttke

Was die Regionalliga-Fußballerinnen von Werder Bremen auch versuchten, immer wieder scheiterten sie an Denise Pohlmann.

Die Torhüterin von Bergedorf 85 reagierte blitzschnell gegen Laura Kersting (18.), schlug der heranstürmenden Nahrin Uyar einfach den Ball vom Fuß (33.), drehte einen Schuss von Katharina Aulich um den Pfosten (36.). und blieb erneut gegen die auf sie zulaufende Uyar Siegerin (90.). Wäre da nicht dieser Kopfball von Uyar gewesen (82.), der wohl besten Stürmerin der Liga, die "Elstern" wären gegen den haushohen Favoriten von der Weser als Siegerinnen vom Platz gegangen. So aber endete die Partie 1:1. "Die Mannschaft kann stolz sein", resümierte "85"-Trainer Marco Strauer.

Sein Team bot gegen den Tabellenführer vor 120 Zuschauern eine starke Leistung und ging sogar in Führung. Nach einem tollen Pass von Maria Albrecht auf Cindy Pohlmann zog die Zwillingsschwester von Denise aus 22 Metern ab. Langsam kullerte der Ball auf dem Rasen zum 1:0 über die Torlinie (29.). In der zweiten Hälfte hätten die Bergedorferinnen sogar erhöhen können. Aber erst vertändelten die "Elstern" in einer 3:1-Überzahlsituation das Spielgerät (75.), dann verzog Sabine Grelck, nachdem sie sich gegen drei Bremerinnen im Strafraum durchgesetzt hatte, knapp (80.).

Wer sich nach dem Schlusspfiff als Gewinner fühlte, wurde schnell klar. Denn während die Spielerinnen des Spitzenreiters etwas ratlos in der Gegend herumstanden, gab es auf der anderen Seite Umarmungen und Abklatschen zu sehen. Nur Denise Pohlmann haderte ein wenig mit dem Gegentor. "Schon wieder ein Kopfball. Das ist ärgerlich", sagte die "85"-Keeperin. Trost spendete anschließend ihr Trainer. Der beurteilte die Leistung seiner Torfrau mit einem einzigen Wort: "Sensationell."

Bergedorf: D. Pohlmann; Schneider, Jeremias, Strauer, Exposito; Üstün, Grelck, Rode (62. Prahs), Müller; Albrecht, C. Pohlmann.

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