Bergedorfer Schlossstraße

Mehr Passanten und viel weniger Autoverkehr

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Die  neue Verkehrsführung in der Bergedorfer Schlossstraße ist für einige Verkehrsteilnehmer noch gewöhnungsbedürftig.

Die neue Verkehrsführung in der Bergedorfer Schlossstraße ist für einige Verkehrsteilnehmer noch gewöhnungsbedürftig.

Foto: Thomas Voigt

Drei Wochen nach der Änderung der Einbahnstraßenrichtung sind Geschäftsanlieger und Verkehrspolizei durchweg zufrieden.

Bergedorf. „Einfach riesig“, findet Thilo Horne die Entwicklung der östlichen Bergedorfer Schlossstraße, seit hier vor gut drei Wochen der Kraftverkehr auf verengter Fahrbahn und in entgegengesetzter Richtung von West nach Ost verläuft. „Es flanieren deutlich mehr Passanten auf dem breiten Boulevard, der Autoverkehr ist schätzungsweise auf ein Drittel reduziert, und es wird auch langsamer gefahren. Von meinen Kunden höre ich wirklich nur Positives“ meint der Betreiber des Sportstudios „25 Minutes“ direkt an der probeweise neu gestalteten Geschäftsstraße.

Außengastronomie brummt

Voll des Lobes ist auch Gastronom Fatmir Sachhi vom italienischen Restaurant Santa Lucia: „Auf dem breiten Bürgersteig habe ich jetzt 24 Außenplätze mehr, 40 statt vorher 16. Und die Gäste sitzen gern hier, weil nicht mehr so viel Autoverkehr ist“, freut er sich: Kaum scheint ein wenig die Sonne, schon brummt das Geschäft.

Polizei: Keine Unfälle, keine Beschwerden

Nach Mitteilung der Bergedorfer Verkehrspolizei hat es eine Zeit gedauert, bevor die Autofahrer sich an die neue Verkehrsführung gewöhnten. „In den ersten Tagen war es nötig, dass die Polizei vor Ort war, um die Fahrer an der Kreuzung Chrysanderstraße/Bergedorfer Schlossstraße auf die Änderung hinzuweisen und Hilfestellung zu geben“, erklärt ein Polizeisprecher. Es habe aber keinerlei Unfälle und auch keine Beschwerden bei der Polizei gegeben. Und: „Inzwischen wird die neue Verkehrsführung gut angenommen. Auch bei weitergehenden Begutachtungen wurden keine nennenswerten Probleme mehr erkannt.“

Noch täglich Falschfahrer

„Na ja, so ganz stimmt das nicht“, meint Maggie Roguszczak von der Boutique Albertine. „Zwei- bis dreimal am Tag fährt hier noch jemand in die falsche Richtung, dann hört man es jedesmal laut hupen.“ Aufgefallen ist ihr auch, dass seit dem Umbau weniger Spontan-Kundinnen kommen, die vorher kurz mal mit dem Auto herangefahren waren. „Da merkt man doch, dass es hier jetzt deutlich weniger Parkplätze gibt“, bedauert sie. Den Weg ins unmittelbar benachbarte Parkhaus scheuen noch immer viele Kraftfahrer – auch wenn die Gebühr von einem Euro für die ersten 45 Minuten nicht sehr hoch ist.

Mehr Parkplätze gefragt

Mehr Parkplätze wünscht sich auch Dina Herrmann, Geschäftsführerin von Juwelier Moriz. „Ansonsten sind wir sehr glücklich darüber, dass dies hier nicht mehr so eine tote Ecke ist.“ Mehr Parkraum ist laut Tiefbauabteilung des Bezirksamts in der Testphase jedoch nicht vorgesehen. Ausgewertet wird alles erst nach den Ferien.

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