Bergedorfer Schlossstraße

Schlossstraße: Einbahnstraßen gegen Uhrzeigersinn

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Hier in der Bergedorfer Schlossstraße fahren die Autos bald in Gegenrichtung.

Hier in der Bergedorfer Schlossstraße fahren die Autos bald in Gegenrichtung.

Foto: Thomas Voigt

Bereits am ersten April-Wochenende soll die neue Einbahnstraßen-Regelung in der Bergedorfer City in Kraft sein – probeweise bis September.

Bergedorf.  Die Politiker in der Bezirksversammlung haben das geänderte Verkehrsgeschehen in der Bergedorfer Schlossstraße für die Frühlings- und Sommermonate jetzt festgeklopft – vorbehaltlich der Zustimmung durch die Polizei.

Vinhagenweg und Schlossstraße in Gegenrichtung

Nach diesen Plänen wird die Einbahnstraße Vinhagenweg künftig in Gegenrichtung befahren, von der Chrysanderstraße hin zur Bergedorfer Schlossstraße. Dort kommen die Verkehrsteilnehmer weiter entweder wie bisher rechts ab Richtung Johann-Adolf-Hasse-Platz oder links ab Richtung Sachsentor-Parkhaus und zurück zur Chrysanderstraße.

80 Prozent weniger Durchgangsverkehr?

Nach Einschätzung der CDU-Fraktion soll diese Neuregelung den Durchgangsverkehr in der Bergedorfer Schlossstraße um 80 Prozent reduzieren und die Aufenthaltsqualität beim Einkaufen steigern. Ungeachtet der Tatsache, dass an den Wochenmarkttagen dienstags und freitags die Chrysanderstraße Richtung Villenviertel vormittags gesperrt ist.

Autofahrer, die dann in dieses Einbahnstraßen-Labyrinth geraten, kommen nur über die Bergedorfer Schlossstraße wieder heraus und sind damit schon Durchgangsverkehr.

Ampelkoalition macht Verkehrspolitik

Die Ampelkoalition im Bezirk ergänzte den CDU-Antrag um einige wesentliche Punkte. So soll die Schlossstraßen-Fahrbahn zwischen Vinhagenweg und Chrysanderstraße auf 4,5 Meter Breite reduziert werden. Zudem sollen dort linksseitig der neuen Fahrtrichtung die Parkplätze verschwinden, damit die dort ansässigen Gastronomen in den Sommermonaten Raum für mehr Außentische gewinnen.

Zudem könne dort öffentlicher Platz mit Sitzgelegenheiten, Spielgeräten für Kinder und Bepflanzung entstehe. Zudem soll nach diesen Vorstellungen die gesamte Bergedorfer Schlossstraße als Fahrradstraße in beiden Richtungen befahrbar sein oder ersatzweise als Tempo-20-Zone eingerichtet sein.

„Der Hinterhof vom Sachsentor“

Grüne und Linke bezweifelten in der jüngsten Sitzung der Bezirksversammlung, dass der Durchgangsverkehr mit diesen Mitteln um 80 Prozent verringert wird. Norbert Fleige (Grüne): „Zumindest bedeutet es eine Aufwertung dieses jetzigen Hinterhofs vom Sachsentor.“

Autos weiter dominierender Faktor

Für Lutz Jobs (Linke) bleiben auf der Schlossstraße auch weiterhin Autos der dominierende Faktor: „Ungeklärt ist auch, wie die Reise am östlichen Ende der Schlossstraße für Radler weitergeht.“

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