August-Bebel-Straße

Montessori-Schule: Halteverbote gegen das Parkchaos?

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Situaion August-Bebel-Straße bei Montessori-Schule/Sternwarte. Elterntaxis. Falsch geparkte Autos. Enge Fahrbahn

Situaion August-Bebel-Straße bei Montessori-Schule/Sternwarte. Elterntaxis. Falsch geparkte Autos. Enge Fahrbahn

Foto: Christina Rückert / BGZ / Christina Rückert

Vor allem vor der Montessori-Schule kommt es immer wieder zu Engpässen, weil Autofahrer nicht wissen, was erlaubt ist und was nicht.

Bergedorf. Mal stehen sie am Straßenrand, mal halb auf dem Gehweg – und gelegentlich so, dass kein Bus mehr durchkommt: Das Kuddelmuddel um geparkte Autos an der August-Bebel-Straße wird demnächst die Bergedorfer Polizei beschäftigen. Nach Beschwerden einiger Anwohner und auch der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) will sich die Verkehrspolizei am Bergedorfer Kommissariat 43 die Situation „bald mal mit dem Management Öffentlicher Raum des Bezirksamt angucken“, bestätigt Axel Kleeberg, Chef der Verkehrspolizei Bergedorf. Allerdings in Höhe der Montessori-Schule/Sternwarte und nicht weiter oben in Richtung Friedhof.

Der Ärger war an der Höppnerallee hochgeploppt

Dort war vor einigen Wochen, wie berichtet, der Ärger hochgeploppt. In Höhe Höppner­allee waren im September einmalig Autos aufgeschrieben worden, die halb auf dem sehr breiten Gehweg parkten. Das war lange gängige Praxis, ist dort aber tatsächlich verboten, da es keine Parkschilder gibt, die es explizit erlauben. Nach der Knöllchenaktion parken viele Autos nun wieder korrekt am Straßenrand, auch beidseitig. Dadurch aber ist die Fahrbahn oft so eng, dass es laut Anwohnern regelmäßig zu Problemen kommt, etwa wenn ein VHH-Bus durchfahren will.

Hauptsächlich sei dies aber eher ein Stück weiter vor der Schule ein Thema, sagt Verkehrspolizeichef Axel Kleeberg: „Dort haben wir vor allem zu Schulbeginn Probleme“, stellt er fest. Eltern und Anwohner, die ihre Fahrzeuge auf beiden Straßenseiten parken, dazu VHH-Busse, die durchwollen: „Es gibt dort immer mal wieder Engstellen, das haben wir auch von den VHH als Hinweis bekommen.“ Deshalb solle es demnächst ein Treffen von Polizei und Bezirk vor Ort geben, um eine Lösung zu finden.

Parkregeln sind offenbar nicht bekannt

Ein Problem sind wohl auch „fehlende“ Verkehrsschilder. Entgegen mancher Autofahrermeinung ist deshalb längst nicht alles gestattet. Auch für das Parken am Straßenrand gelten beispielsweise Regeln: So müssen stets etwa drei Meter Fahrbahnbreite bleiben, damit auch größere Fahrzeuge noch passieren können.

„Es wird nicht leicht sein, für die Stelle eine Lösung zu finden“, meint Kleeberg. Das halbseitige Parken auf dem Gehweg zu erlauben, sei nicht gewollt, da es ja ein Schulweg sei. Das Ergebnis der Beratungen will er nicht vorwegnehmen, aber: „Womöglich muss es Halteverbote oder eine Sperrflächen geben.“

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