Warnschilder

Es gibt elf neue offizielle Schlaglochpisten in Bergedorf

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Achtung, Schlaglochpiste! Elf neue Warnschilder wurden 2018/19 im Bezirk aufgestellt.

Achtung, Schlaglochpiste! Elf neue Warnschilder wurden 2018/19 im Bezirk aufgestellt.

Foto: Foto / Rückert

Bergeorf. Kein anderer Bezirk hat so viele Straßen mit Warnschildern. Geld für die Sanierung gibt es nach bisherigem Stand aber kaum.

Bergedorf, eine Landschaft aus Schlaglochpisten: Nach Altona hat kein Bezirk so viele Straßen, die 2018/19 wegen vorhandener Schäden neu mit Warnhinweisen versehen werden mussten. Das geht aus der Senatsantwort auf eine Anfrage des CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Dennis Thering hervor.

Demnach wurden 2018 an elf Straßen in Bergedorf Schilder aufgestellt, die vor Straßenschäden warnen (siehe unten). Hinzu kommen zahlreiche Straßen, an denen bereits zuvor Warnschilder aufgestellt wurden.

Nur 170.000 Euro für Erhaltung

Auf eine Sanierung werden die Anlieger dieser Straßen wohl trotzdem noch warten müssen. Denn die Summe, die Bergedorf gemäß Haushalt 2020 für die Instandsetzung seiner Bezirksstraßen zur Verfügung steht, ist gemessen am Bedarf verschwindend gering.

„Laut Rahmenzuweisung der BWVI haben wir 170.000 Euro für Erhaltungsmaßnahmen“, sagt Bezirksamtssprecherin Lena Stich auf Anfrage. Diese Mittel der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation sind allerdings meist nicht die einzigen. Andere Töpfe greifen etwa bei besonderen Umgestaltungen oder auch bei besonders starken Schäden wie die des Starkregens von Himmelfahrt 2018.

Die schlimmsten Schlaglochpisten sind jedoch nicht zwangsläufig die ersten Straßen, die saniert werden, erklärt Lena Stich. Die Auswahl der Strecken erfolge „wesentlich differenzierter und systematischer“.

Straßenzustand wird alle zwei Jahre erfasst

Alle zwei Jahre gibt es eine Zustandserfassung: Ein Spezialfahrzeug misst unter anderem Risse sehr genau. 2018 ist das zuletzt in Bergedorf geschehen. Wenn dann noch die Bedeutung der Straße für den Gesamtverkehr, den ÖPNV und andere Nutzer betrachtet wurde, gibt es eine Prioritätenliste, die den Politikern zur Empfehlung vorgelegt wird.

Derzeit werde diese Liste erarbeitet, so Lena Stich. An den anderen Strecken würden Schlaglöcher dennoch geflickt, provisorisch.

Ein Autofahrer erhielt 1000 Euro Schadensersatz

Die Stadt hat auch ein Interesse daran, ihre Straßen leistungsfähig zu halten. Denn seit 2016 werden durch Schlaglochpisten verursachte Unfälle statistisch erfasst. In Bergedorf waren es 2018 zwei Fälle, 2019 ein Fall. Der Bezirk Mitte war Spitzenreiter mit sieben Fällen in 2018.

Nicht selten machen die Autofahrer dann Schadenersatz geltend, und das teilweise mit Erfolg: Im Bezirk Bergedorf wurden einem Autofahrer vergangenes Jahr 1000 Euro gezahlt.

Straßen mit neuen Warnhinweisen

An diesen Straßen im Bezirk wurden 2018/19 neu Warnhinweise über Straßenschäden installiert:

  • Wilhelm-Bergner-Straße, Röpraredder (von Harnackring bis Reinbeker Redder)
  • Korachstraße (von Röpraredder bis Reinbeker Redder)
  • Fanny-David-Weg (von Korachstraße bis Reinbeker Redder)
  • Lohbrügger Landstraße (Christinenstraße bis Lohbrügger Weg)
  • Hofschläger Weg (von Tatenberger Weg bis Hofschläger Deich)
  • Oortkatenweg (von Haus Nummer 81 bis Ochsenwerder Landscheideweg)
  • Reitbrooker Hinterdeich (von Wulfsbrücke bis Reitbrooker Westerdeich)
  • Reitbrooker Westerdeich (von Reitbrooker Hinterdeich bis zum Vorderdeich)
  • Vorderdeich (von Reitdeich bis Kirchenbrücke)
  • Warwischer Hinterdeich (Durchdeich bis Warwischer Hauptdeich).

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