Großbaustelle

Drei Jahre Grundsanierung – Das plant die Stadt

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Anne K. Strickstrock
Auch die Kreuzung Sander Damm/Lohbrügger Markt soll umgestaltet werden.

Auch die Kreuzung Sander Damm/Lohbrügger Markt soll umgestaltet werden.

Foto: Thomas Voigt / BGZ

Lohbrügge. Drei Jahre soll die Sanierung Sander Damm/Binnenfeldredder dauern: Kreisel, weniger Fahrspuren, Radfahrstreifen...

Lohbrügge.  Mindestens drei Jahre lang wird die 2,7 Kilometer lange Strecke vom Sander Damm bis zur Landesgrenze am Binnenfeldredder saniert: Das will der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) ab 2020 in drei Abschnitten angehen. Sämtliche Neuerungen werden den Lohbrüggern am Donnerstag, 3. Mai, ab 18 Uhr in der Hochschule im Ulmenliet 20 (Seminarraum S 404) erklärt.

Zwei Kreisel im Norden

Wie berichtet, wird sich vieles ändern, sollen etwa vor dem „Lindwurm“/Ecke Röpraredder zwei Kreisel entstehen. Bislang ist das Linksabbiegen aus dem Röpraredder eine Herausforderung: Wegen unübersichtlicher Querungsverhältnisse kommt es oft zu Unfällen – auch mit Radlern.

Drei Unfall-Schwerpunkte

Als zweiter Unfallschwerpunkt gilt die Einfahrt zur Leuschnerstraße. Ins Gewicht falle nicht zuletzt auch der Knotenpunkt Lohbrügger Markt/Ludwig-Rosenberg-Ring, so die Planer: „Der Grenzwert von fünf Unfällen mit Personenschäden in drei Jahren, welcher eine Unfallhäufungsstelle deklariert, wird überschritten.“

Bessere Zufahrt zum Kundenparkplatz

Die Autofahrer werden sich freuen, wenn künftig der Parkplatz vor Aldi und Rewe besser anzusteuern ist: Ziel ist die mögliche Anfahrt auch aus südlicher Richtung – denkbar durch eine südliche Zu- und eine nördliche Ausfahrt. Ein Linksabbiegestreifen könnte zugleich als Zufahrt zur Tankstelle dienen. Von der Ausfahrt könne künftig ebenfalls in beide Richtungen in den Beckerkamp eingebogen werden. Hierfür wird vom Kundenparkplatz kommend in nördliche Richtung ein Einfädelungsstreifen geplant.

2,25 Meter breite Fahrradstreifen

Dass der gesamte Straßenraum „durch eine Vielzahl neuer Bäume“ aufgewertet wird, mag Radlern attraktiv erscheinen. Sie bekommen auf der Fahrbahn einen 2,25 Meter breiten Fahrstreifen – dafür wird Platz gebraucht, sollen sich Autofahrer auf der Habermannstraße nördlich der Leuschnerstraße mit nur noch einer Spur begnügen.

15 Stellplätze fallen weg

Zwischen der Bergedorfer Straße und Bornmühlenweg sollen 91 Längsparkstände angelegt werden. Dazu kommen drei Behinderten-Parkplätze und vier Taxi-Stellplätze. Im nördlichen Teil der Habermannstraße werden beidseitig 50 Schrägparkflächen angelegt, dazu kommen zwölf Längsparkplätze. Von derzeit 195 Stellflächen werden nach dem Ausbau noch 180 vorhanden sein. Zwar seien die Parkflächen gut ausgelastet, aber „durch einen zu hohen Parkdruck hervorgehobene Probleme sind nicht bekannt“.

Zusätzlich zu den Parkflächen werden im Bereich der Wertstoffcontainer am Sander Damm zehn Meter lange Flächen zum kurzen Halten vorgesehen. Das gilt auch in der Nähe des Doppelkreisels am Röpraredder – nicht zuletzt als „sicherer Halt im Umfeld der Schulen, damit Kinder ungefährdet aus den Fahrzeugen der Eltern aussteigen können“.

Kreuzung Sander Damm bleibt Zukunftsprojekt

Ob nicht auch gleich die Kreuzung am Sander Damm/Bergedorfer Straße überarbeitet werden könne, hatte die CDU angefragt – und erhielt folgende Antwort des LSBG: Eine geänderte Aufteilung der Fahrspuren erscheine hier durchaus „sinnvoll und machbar“, werde aber nicht in die aktuelle, bereits komplexe Planung mit einbezogen.

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