Bergedorf

Einfach mal bequem an der Ampel warten

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Fahrradgeländer steht Testphase an der Kreuzung Vierlandenstraße /Bundesstraße 5 hat begonnen

Bergedorf.  Seit gestern steht es mitten an einer der belebtesten Kreuzungen Bergedorfs, dieses kleine Stück Kopenhagen: Eine Abordnung des Bezirksamts um Verwaltungschef Arne Dornquast hat offiziell das erste Fahrradgeländer der Stadt an der Einmündung der Vierlandenstraße zur B 5 eingeweiht.

Wer aus Richtung Curslack auf das Metallkonstrukt zufährt, dem fällt sofort die rot-weiße Schraffierung auf, die verhindern soll, dass unbedarfte Radfahrer gegen das Geländer fahren. Wenn die Ampel auf Rot steht, können Radler sich daran jetzt bequem mit der Hand an einer Querstange festhalten und den Fuß auf ein breiteres Riffelblech stellen.

„Die Fläche für den Fuß mussten wir nachbessern, sie war zu glatt und nicht radlerfreundlich“, erklärt Lars Rosinski aus dem Tiefbauamt, der mit dem Geländer, das im dänischen Kopenhagen fest ins Straßenbild gehört, bis zum Aufbau ohnehin etwas mehr Geduld benötigte. Die Lieferung des 2500 Euro teuren Metallrahmens durch eine niederländische Firma verzögerte sich immer wieder. Zudem musste das Bezirksamt unter fünf möglichen Standorten den besten finden.

Gestern allerdings fremdelten die Bergedorfer noch etwas mit dem Geländer. Rosinski und Co. geben dem Testlauf aber ohnehin ein Jahr. Sie wollen stichprobenartig zu verschiedenen Jahreszeiten die Benutzung durch Zählungen auswerten. Welcher Wert dazu reichen könnte, noch mehr Radgeländer in Bergedorf, etwa an der Kreuzung Wentorfer Straße/Doktorberg /Justus-Brinckmann-Straße aufzustellen, wurde nicht verraten. Allerdings sei die Verkehrshilfe mobil konstruiert, betont Rosinski: „Sollte sich zeigen, dass das Geländer hier nicht so angenommen wird, dann testen wir schnell einen anderen Standort.“

Voll des Lobes für das Radfahrergeländer ist Hobby-Radler Arne Dornquast: „Ich fahre auch gern Rad, weiß aber auch: Die eigene Bequemlichkeit kann einen manchmal daran hindern. Also machen wir jetzt das Radfahren bequemer.“ Aktionen wie der Aufbau des Geländers oder der demnächst startende Stadtradel-Wettbewerb seien kleine Schritte zu mehr Fahrradfreundlichkeit insgesamt, betont der Bezirksamtsleiter.

( jhs )

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