Vierlandenstraße

Landesbetrieb Verkehr schafft mehr Platz für täglichen Stau

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Thomas Voigt
Die Grünphase für Rechtsabbieger von der  Vierlandenstraße Richtung Mohnhof dauert jeweils nur wenige Sekunden.

Die Grünphase für Rechtsabbieger von der Vierlandenstraße Richtung Mohnhof dauert jeweils nur wenige Sekunden.

Foto: BGZ / Ulf-Peter Busse

Bergedorf. Rechtsabbieger von der Vierlandenstraße Richtung Mohnhof brauchen Geduld. Auch nach Ausbau der Straße 2020 soll sich das nicht ändern.

Bergedorf.  Seit Umbau der Kreuzung Bergedorfer Straße/Vierlandenstraße vor fünf Jahren ist es ein Ärgernis für viele Autofahrer: Wer aus der Vierlandenstraße nach rechts Richtung Mohnhof abbiegen will, muss wegen der kurzen Grünphase oftmals minutenlang warten. Zu Spitzenzeiten im Berufsverkehr ist die Autoschlange länger als die Rechtsabbiegerspur. Dann staut sich auch der Verkehr Richtung Bahnhof.

40 Meter mehr Platz für Stau

Dem Hamburger Landesbetrieb Straßen, Brücken, Gewässer (LSBG), der die Kreuzung seinerzeit im Auftrag der Verkehrsbehörde umgestaltete, wird das vorhergesagte Dilemma seit Jahren vorgehalten. Doch die Lösung, die Bergedorfs Verkehrsausschuss am heutigen Montagabend im Rathaus präsentiert werden soll, ist bemerkenswert.

Beim geplanten Ausbau der Vierlandenstraße zwischen Sander Damm und Bergedorfer Straße im Jahr 2020 soll die Rechtsabbiegerspur nach hinten um etwa 40 Meter bis zur Dietrich-Schreyge-Straße verlängert werden – „um der erforderlichen Rückstaulänge Rechnung zu tragen“, heißt es in der Vorlage des LSBG. Die Vierlandenkreuzung selbst soll dagegen überwiegend bleiben, wie sie ist. Und auch die Taktzeiten der Lichtzeichenanlage sollen nicht geändert werden.

Aus drei Autospuren mach zwei

Zugunsten des Fahrradverkehrs sollen auf der Kreuzung lediglich die Linksabbieger- und die Geradeausspur Richtung City zusammengelegt werden. Verkehrszählungen hätten laut LSBG ergeben, dass diese Lösung praktikabel ist.

Radfahrstreifen auf beiden Seiten

Für die Radfahrer werden auf beiden Seiten Radfahrstreifen mit einer Breite von 2,25 Metern geplant. Die Fußgängerwege sollen etwa wie bisher auf der östlichen Seite 2,50 Meter bis 5 Meter breit, auf der westlichen Seite 2,50 Meter bis 7 Meter breit werden. Die Baumreihe auf der östlichen Seite vor der Vierlandenkreuzung bleibt nach gegenwärtigem Planungsstand erhalten.

Im Bereich der Längsparkplätze ist ein 65 Zentimeter breiter Sicherheitsstreifen vorgesehen. Dieser soll das Öffnen der Türen eines parkenden Pkw ermöglichen, ohne Fußgänger zu gefährden.

Sprunginsel für Fußgänger

Wegen der mit 400 Metern recht großen Entfernung zwischen den beiden Ampelkreuzungen wird zwischen den Bushaltestellen im Bereich der Einmündungen Rektor-Ritter Straße und Dietrich-Schreyge-Straße eine Querungshilfe für Fußgänger geplant. Der LSBG hat hier einen erhöhten Querungsbedarf ausgemacht – aufgrund der Verbindungswege zwischen den Wohnquartieren, zum CCB und zum geplanten Körber-Haus an der Holzhude.

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