Bezirkspolitik

CDU fordert Konzept: Staufalle Sander Damm im Visier

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Christina Rückert
Die Kreuzung Sander Damm vor der  B5: Hier staut es sich regelmäßig auf der linken Geradeausspur.

Die Kreuzung Sander Damm vor der B5: Hier staut es sich regelmäßig auf der linken Geradeausspur.

Foto: Tim Schreiber / BGZ

Bergedorf. Die CDU wünscht sich eine Umgestaltung – und mahnt zudem das Fortschreiben des Verkehrskonzepts an.

Bergedorf.  Vier Jahre ist es her, da legte der Bezirk Bergedorf ein Papier vor, das als Arbeitsgrundlage verstanden werden sollte: In einem Verkehrskonzept wurden damals allein im Innenstadtbereich fünf problematische Knotenpunkte aufgezeigt. Doch weil viele Probleme bis heute nicht gelöst, teils sogar drängender geworden sind, macht nun Bergedorfs CDU Druck: In der kommenden Bezirksversammlung will die Fraktion nicht nur fordern, das Verkehrskonzept fortzuschreiben. Sie nimmt sich in einem weiteren Antrag auch gleich konkret einer Kreuzung an, fordert einen Umbau des Knotens Sander Damm/B 5 in Höhe der Polizei- und Feuerwache.

Anträge zum Verkehr künftig im Fokus

Für Antragsteller Julian Emrich aus der CDU-Fraktion ist die Kreuzung ein Beispiel dafür, dass der Verkehr in Bergedorf an zu vielen Stellen ungünstig verteilt ist. „Anträge zum Thema Verkehr werden deshalb bei uns künftig im Fokus stehen“, betont er. Emrich meint: „Wir müssen uns mehr Gedanken machen, wie wir künftig den Verkehr in Bergedorf abwickeln.“

Die Probleme am Sander Damm kennt jeder Autofahrer aus Bergedorf. Hier gibt es vier Spuren: Einen reinen Rechtsabbieger und einen reinen Linksabbieger, zudem zwei Geradeausspuren, von denen eine auch zum Linksabbiegen mit genutzt werden kann. Eben diese linke Geradeausspur ist die begehrteste. Denn wer hier fährt, bleibt weiter auf dem Sander Damm Richtung Curslacker Neuer Deich, während die Spur rechts davon später zum Rechtsabbieger auf die Kurt-A.-Körber-Chaussee wird. Folge: Diese Spur ist meist gähnend leer, während sich auf der anderen Spur der Verkehr zurück bis zum Lohbrügger Markt staut – und auch die Linksabbieger blockiert.

Nur eine Geradeausspur soll den Verkehr „ordnen“

Die CDU schlägt deshalb vor, im Zuge des ohnehin geplanten Umbaus des Sander Damms zwei reine Linksabbieger und nur eine Geradeausspur zu schaffen. „So würde der Verkehr rechtzeitig geordnet“, meint Emrich, der jedoch betont, dass natürlich Verkehrsexperten zu Wort kommen müssten. „Deshalb ist es ein Prüfauftrag.“

Die Kreuzung ist aber nur eine von mehreren, die die CDU in einem fortgeschriebenen Verkehrskonzept näher betrachtet wissen möchte. Beispielsweise sei die Situation am Weidenbaumsweg, südlich des Knotenpunkts zum Sander Damm, längst eine andere: Die Verkehrsmenge sei im Konzept noch mit 11 900 dargestellt worden. Jetzt sei von 19 000 die Rede.

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