Bergedorfer Strasse

Tempo 30 ab Ende Januar – CDU beklagt mehr Abgas

Bergedorf.  Die Tempo-30-Schilder, gültig in der Nacht zwischen 22 und 6 Uhr, sollten längst an der B 5 zwischen Vierlandenstraße und Justus-Brinckmann-Straße hängen. Die Bauhof-Mitarbeiter des Bezirks erwarten Ende Januar das Kommando der Polizeiverkehrsaufsicht zur Montage. Vorher muss die Polizei aber noch ihre vierwöchigen Messungen an dem Straßenzug vollenden, die sich verzögert haben. Ermittelt werden Zahl und Geschwindigkeiten der nächtlichen Fahrzeuge ohne Tempo-30-Schilder, sechs Monate nach dem Start der Beschränkung wird dann noch einmal gemessen. Die Ergebnisse werden verglichen.

Unterdessen gibt es unter Bergedorfs Verkehrspolitikern noch immer vehemente Kritik an der Anordnung von Hamburgs Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI). An insgesamt zehn Hauptstraßenabschnitten hat die Behörde im Rahmen des Hamburger Lärmaktionsplans nächtliches Tempo-30-Limit verfügt, so auch an der Eiffe-straße in Hamburg-Mitte und an der Holstenstraße im Stadtteil Altona.

„Mein Auto verbraucht bei Tempo 50 zwischen vier und fünf Liter Sprit auf 100 Kilometer, bei Tempo 30 aber niemals unter sechs Liter“, erklärte Jörg Froh (CDU) nun im Verkehrsausschuss. Dies sei bei den meisten Fahrzeugen nicht anders, daher bedeute das neue Tempolimit eine Erhöhung der nächtlichen Abgasausstöße und sei nicht wünschenswert.

Norbert Fleige (Grüne) argumentierte dagegen, der Lärm würde bei Tempo 30 gegenüber Tempo 50 halbiert, und dies sei in den Nachtstunden für die Anwohner der B 5 durchaus wünschenswert. Matthias Zaum (CDU) erhob die Forderung, zeitgleich mit der Montage der Tempo-30-Schilder einen Container zur Messung der Luftqualität an der Straße aufzustellen. Froh: „Den zugesagten Referenten zu dem Thema hat uns die BWVI bisher nicht geschickt.“