Verkehrsausschuss

Spuren für Busse auf Bergedorfs Straßen

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Ulf-Peter Busse
Bisher gibt es nur an der Kreuzung B5 / Vierlandenstraße eine Vorfahrtampel für Liniebusse: Leuchtet das Signal „A“ hat die Ampel den Bus erkannt und schaltet für ihn schneller oder länger auf Grün.

Bisher gibt es nur an der Kreuzung B5 / Vierlandenstraße eine Vorfahrtampel für Liniebusse: Leuchtet das Signal „A“ hat die Ampel den Bus erkannt und schaltet für ihn schneller oder länger auf Grün.

Foto: Carsten Neff / NEWS & ART

Bergedorf. Grüne und SPD wollen Autos bremsen: Vorfahrt für Linienbusse, Taxis und Radfahrer.

Bergedorf.  . Es wird eng für Autofahrer auf Bergedorfs Hauptstraßen. Im heutigen Verkehrsausschuss (18 Uhr, Rathaus) diskutieren die Politiker auf Antrag von Grünen und SPD gleich zwei Projekte, die Radfahrern oder Linienbussen und Taxen Vorfahrt gewähren.

Oberer Landweg: Eine ganze Fahrspur für Radler

Der Obere Landweg soll unter der Eisenbahnbrücke von vier auf drei Spuren reduziert werden, damit Radler je Richtung einen eigenen Streifen bekommen. Und auch auf Lohbrügges vierspuriger Hauptstraße könnte es vom Sander Damm bis zum Binnenfeldredder für Autofahrer deutlich enger werden: „Wir stehen eigenen Spuren für Busse und Taxis sehr aufgeschlossen gegenüber“, sagt Grünen-Fraktionsgeschäftsführer Joachim Schöfer mit Blick auf die in 2018 hier ohnehin anstehenden umfangreichen Bauarbeiten. „Aus unserer Sicht empfiehlt es sich an vielen anderen Stellen im Bezirk, dem ÖPNV Vorrang zu geben“, blickt er etwa auf die ebenfalls (noch) vierspurige Bergedorfer Straße zwischen ZOB und Mohnhof.

Gute Chancen wegen Dornquast-Wiederwahl

Ob diese Projekte dank der maßgeblichen grünen Unterstützung der Wiederwahl von SPD-Bezirksamtsleiter Arne Dornquast am 1. Juni nun beste Chancen auf Realisierung haben, lässt Schöfer zwar offen. Aber er sieht Hamburg schon in der Pflicht, Bergedorf in der zweiten Phase des Busbeschleunigungsprogramms deutlich sichtbar zu beteiligen: Die Metrobuslinie 12 biete sich dafür an, gerade weil sie in Lohbrügge über vierspurige Straßen verlaufe. „Vom Hamburger Westen aus ist die Fahrzeit im Metrobus zwischen Niendorf Markt und Dammtor durch derartige Maßnahmen um 30 Prozent verringert worden“, heißt es im Antrag für den Verkehrsausschuss. Bergedorf müsse jetzt nachziehen.

„Busbeschleunigung muss in Bergedorf spürbar sein“

Das bestätigt auch Nils Springborn (SPD). Allerdings sieht er eigene Fahrspuren für Linienbusse noch in weiter Ferne: „Wir wollen erstmal offen über alle Möglichkeiten diskutieren und uns bei der Machbarkeit auch von den Experten der VHH beraten lassen“, sagte er gestern gegenüber unserer Zeitung. Die SPD verstehe unter Busbeschleunigung zunächst das Verlegen von Haltestellen auf die Straßen, das Angleichen der Kantsteine an die Einstiegshöhen der Busse und Vorrangschaltungen bei den Ampeln. „Tatsächlich ist richtig, dass die zweite Phase der Busbeschleunigung in Bergedorf spürbar sein muss“, sagt Springborn.

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