Lohbrügge

Prominente Power für den Leseclub im Kinderkulturhaus

| Lesedauer: 2 Minuten

Jörg Pilawa hilft beim Crowdfunding für eine Teilzeitkraft

Lohbrügge.  Die einen jonglieren mit Buchstaben und Fantasie, andere entziffern mühsam ihre ersten Worte auf Deutsch: Der 2014 gegründete Leseclub im Kinderkulturhaus (Kiku) bietet eine Mixtur aus Spaß und Leseförderung.

Jetzt bittet Kiku-Leiter Thomas Ricken selbst um Förderung, denn „wir wollen diese wunderbare Frau mit ihrer liebevoll-leisen Art nicht loslassen“. Gemeint ist Gesa Körner, die 18 Monate lang einen Bundesfreiwilligendienst leistete und sich bei der Betreuung von wöchentlich 120 Kindern und den vier Ehrenamtlichen unverzichtbar machte. Jetzt soll für die 26-Jährige eine Teilzeitstelle geschaffen werden – wenn via Crowdfunding mindestens 10 000 Euro zusammenkommen.

Unter www.startnext.com/kiku-leseclub findet sich die Spendenkampagne „Power für den Leseclub“. 460 Euro sind schon eingezahlt. Es ist noch ein weiter Weg bis zum 11. Juli, wenn die Aktion endet. Zur Unterstützung kam bereits der prominente Fernseh-Moderator Jörg Pilawa mit Frau und jüngster Tochter an den Lohbrügger Markt: „Der Leseclub ist doch so wichtig“, wirbt der Bergedorfer, der sich gleich Cornelia Funkes Kinderbuch „Kleiner Werwolf“ schnappte und den Kleinen daraus vorlas.

Dienstags und mittwochs gibt es von 16 bis 18 Uhr einen offenen Treff, „dann lesen wir immer ein bis zwei Kapitel vor und haben dazu einen Kapitelbaum gebastelt, damit man sich an den Inhalt erinnert“, erzählt Gesa Körner, die zudem einen Lesepass ausgibt: Wer zehn Minuten liest, bekommt einen Stempel, bei 15 Stempeln gibt’s ein Buch geschenkt. Die Kreativität hat die 26-Jährige im Blut – nach einem Studium von Sprache, Literatur und Theaterwissenschaften in München. „Anschließend war ich Regie-Assistentin und in der Theater-Dramaturgie.“

Jetzt will sie im Kiku feste Ansprechpartnerin für die Kinder werden – an 15 Stunden pro Woche. Dafür soll sie 15 000 Euro im Jahr bekommen: „Wenn wir die ersten 5 000 Euro zusammenkriegen, legt die Töpfer-Stiftung nochmal 5000 Euro drauf“, sagt Thomas Ricken – und verspricht jedem Spender eine gebastelte Buchstütze oder eine Karte samt Lebensweisheit.

( stri )

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