Weidenbaumsweg

Verkehrsausschuss gibt grünes Licht für City-Kreisel

| Lesedauer: 2 Minuten
Bettina Biester
Die Kreuzung Weidenbaumsweg/Alte Holstenstraße/Ernst-Mantius-Straße wird zu einem Kreisel umgebaut. Als Querungshilfen für die Fußgänger sind zwei Sprunginseln vorgesehen.

Die Kreuzung Weidenbaumsweg/Alte Holstenstraße/Ernst-Mantius-Straße wird zu einem Kreisel umgebaut. Als Querungshilfen für die Fußgänger sind zwei Sprunginseln vorgesehen.

Foto: Gerrit Pfennig

Bergedorf. Bergedorfs Politiker haben dem Umbau der Kreuzung am Weidenbaumsweg zugestimmt. Im Frühjahr 2016 soll es losgehen.

Bergedorf. Drei Jahre lang haben Bergedorfs Politiker, Hamburger Behörden und Polizei an dem Umbau der Kreuzung Weidenbaumsweg/Alte Holstenstraße/Ernst-Mantius-Straße zum Kreisel gefeilt, jetzt ist der Knoten buchstäblich geplatzt. Am Montagabend hat der Verkehrsausschuss mehrheitlich grünes Licht für den Umbau gegeben.

Gibt es bei der Schlussverschickung des Entwurfs keine Einwände mehr, rollen im Frühjahr 2016 die Bagger.

Sprunginseln statt Ampeln oder Zebrastreifen

Herzstück des Vorhabens ist ein überfahrbarer Kreisel, der die jetzige Ampelkreuzung ersetzen wird. Um Fußgängern die Querung zu erleichtern, waren zunächst Ampeln oder Zebrastreifen im Gespräch. Ideen, die aufgrund ihrer geringen Leistungsfähigkeit oder Sicherheitsbedenken verworfen wurden.

Jetzt werden auf dem Weidenbaumsweg sowie auf der Alten Holstenstraße nördlich des Kreisels überfahrbare Sprunginseln installiert. Auf der Ernst-Mantius-Straße wird aufgrund der Enge darauf verzichtet.

Die Leistungsfähigkeit des City-Kreisels mit einem Durchmesser von 18 Metern soll der jetzigen Kreuzung entsprechen. „Es wird so gut wie keine Rückstaus geben. Lediglich in der Ernst-Mantius-Straße kann es zu Spitzenzeiten zu Rückstaus kommen, die sich aber schnell auflösen“, betonte Dorith Wilkens vom Verkehrsbüro Argus.

Ihre Analyse beruht auf einer Verkehrszählung vom Januar dieses Jahres. Demnach sind auf dem Weidenbaumsweg täglich 6700, auf der nördlichen Alten Holstenstraße 6900 und auf der Ernst-Mantius-Straße 6950 Fahrzeuge unterwegs. Dazu kommen in Spitzenzeiten bis zu 1820 Fußgänger und 395 Fahrradfahrer pro Stunde.

Linke halten Lösung für nicht fußgängerfreundlich

Genau um diese schwächsten Verkehrsteilnehmer machen sich Bergedorfs Linke Sorgen. „Wenn die Sprunginseln überfahrbar sind, ist das ganz und gar nicht fußgängerfreundlich“, sagte Hans-Robert Gruber im Ausschuss. Seine Fraktion war die einzige, die gegen den Vorschlag stimmte.

Alle anderen begrüßten den Kreisel, so auch Karin Rogalski-Beeck vom Seniorenbeirat: „Da der Bereich eine Tempo-20-Zone wird, sehen wir keine Probleme.“

In diese Richtung argumentierte auch Jörg Froh von der CDU: „Es gibt in der Straßenverkehrsordnung das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme. Vor dem Bergedorfer Bahnhof klappt das Zusammenspiel von Autofahrern und Fußgängern doch auch gut.“

Sollte die Schlussverschickung nun ohne Beanstandungen zurückkommen, steht der Ausschreibung des 1,2 Millionen Euro teuren Vorhabens nichts mehr im Weg. Die Kosten, die bereits im Tiefbauprogramm 2016 veranschlagt sind, übernimmt der Bezirk.

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