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Kino-Pläne: Politik zieht Notbremse

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Foto: BGZ/Ulf-Peter Busse

Bergedorf. Ideen für die Bergedorfer Kino-Landschaft gibt es viele. Doch einige werfen erhebliche Fragen auf. Der Stadtentwicklungsausschuss hat deswegen die Notbremse gezogen.

Angesichts immer neuer Gerüchte um Pläne für neue Kinos hat die Politik das Bezirksamt gebeten, zunächst einmal potenzielle Investoren, Betreiber und Grundeigentümer um einen Tisch zu versammeln. Denn einige Ideen werfen erhebliche Fragen auf.

Kino in Bahnhofsnähe oder Bergedorfs Hauptpost?

Besonders der potenzielle Standort Stuhlrohrstraße/Ecke Weidenbaumsweg: Wo ein Betreiber ein gut geeignetes Areal für ein Kino in Bahnhofsnähe ausgemacht hat, möchte ein Projektentwickler, wie berichtet, künftig Bergedorfs Hauptpost unterbringen. Diese soll ihren bisherigen Standort an der B 5 am ZOB verlassen, damit Platz machen für das Vorzeigeprojekt Bergedorfer Tor.

Kinostandort Lohbrügge nicht gefährden

Ob sich Post und Kino auf der Fläche der früheren Glunz-Bäderstraße gemeinsam unterbringen lassen und ob umliegende Straßen den zusätzlichen Verkehr verkraften, sind zwei Fragen. Noch wichtiger sind Bergedorfs Politik andere Überlegungen. „Wir wollen nicht allein über einen Standort Stuhlrohrstraße beraten. Wir liefen dabei Gefahr, einerseits den Fortgang der Planungen für das Bergedorf Tor zu gefährden und andererseits den Kinostandort Lohbrügge“, sagt der Ausschuss-Vorsitzende Peter Gabriel (SPD).

1500 Plätze für die Alte Holstenstraße

Mit Dieter Lange, Betreiber des Lohbrügger Kinos, hat nach dessen Auskunft bislang kein Investor Kontakt aufgenommen. Dabei gibt es Überlegungen, an der Alten Holstenstraße einen Kinopalast zu bauen – und gleich zwei potenzielle Betreiber. „Wir sind in Gesprächen. Eine für den Standort angemessene Größe wären 1500 Plätze“, bestätigt Projektentwickler Arno Korthase, zugleich treibende Kraft des BID Alte Holstenstraße.

Kino zur Belebung des Standorts

Jeweils links und rechts des bestehenden Kinos wäre Platz für etwa 1000 Plätze. Korthase setzt darauf, dass eine Kooperation mit Dieter Lange und seinem Vermieter gelingt: „Ein Großes Kino könne einiges zur Belebung der Alten Holstenstraße beitragen.“

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( he )

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