Eröffnung

Bergedorfs Bücherhalle jetzt in Lohbrügge

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Foto: Thomas Voigt

Lohbrügge. Nach dem Umzug in die Alte Holstenstraße ist Bergedorfs Bücherhalle gestern im ehemaligen Schuhaus Schüttfort eröffnet worden. Am ersten Tag kamen 1200 Besucher.

Die antike Spieluhr klimperte einen Walzer aus Verdis „La Traviata“, die neuen Nachbarn feierten mit Bibliothekaren und Direktoren die Neueröffnung, und ein halbes Dutzend Bücherhallen-Mitarbeiter hatte mächtig Stress, den enormen Andrang der Kunden bei der Ausleihe zu bewältigen: Die Neueröffnung der Bergedorfer Bücherhalle am neuen Standort in Lohbrügges Fußgängerzone Alte Holstenstraße wurde gestern zu einer Party mit zeitweise mehr als 100 Gästen.

Riesen-Andrang am Eröffnungstag

„Wir sind hier zwar ins gefährliche Grenzgebiet von Bergedorf und Lohbrügge eingedrungen“, sagte Hamburgs Bücherhallen-Direktorin Hella Schwemer-Martienßen mit einem Augenzwinkern und fuhr fort, „aber offenbar kommt unser neuer Standort bei den Bewohnern beider Stadtteile gut an.“ Sie schätzt die Zahl der Besucher am ersten Öffnungstag auf etwa 1200.

Ganz fertig ist die neue Bücherhalle im ehemaligen Schuhhaus Schüttfort allerdings noch nicht. Im Untergeschoss entsteht noch die Jugendbücherei, PC-Insel, Internet-Station und ein Arbeitsraum mit Smartboard. Spätestens Anfang Februar soll alles fertig sein.

Alles neu: Modernste Stadtteilbücherei

„Bergedorf hat nun Hamburgs modernste Stadtteilbücherei“, sagt Michael Studt, kaufmännischer Leiter der Hamburger Öffentlichen Bücherhallen (HÖB). „Sämtliche Rechner sind neu, und keines der Medien in der Ausleihe ist älter als fünf Jahre.“ Nach Auskunft der beiden Bibliothekare Dietrich Becker und Isabelle Jährig bietet Bergedorfs Bücherhalle ihren Nutzern insgesamt 30.000 Bücher, DVDs, CDs und Computerspiele.

Provisorium bis zum Umzug ins neue Lichtwarkhaus

„Alle Bergedorfer sind nun aufgerufen, sich den Nachbarstadtteil Lohbrügge zu erschließen“, sagt Bezirksamtsleiter Arne Dornquast in seinem Grußwort. Und obwohl der Standort an der Alten Holstenstraße nur ein Provisorium sein soll, bis das neue Lichtwarkhaus steht, spielt Direktorin Schwemer-Martienßen schon mit dem Gedanken, den leerstehenden Friseursalon nebenan mit seinen 130 Quadratmetern hinzuzumieten. Wenn alles wie geplant läuft, soll die Bücherhalle 2017 ins neue Lichtwarkhaus ziehen.

Warum eine Spieluhr zur Eröffnung erklang, lesen Sie in der Printausgabe der Bergedorfer Zeitung / Lauenburgische Landeszeitung von Mittwoch, 7. Januar. ePaper / Abo

( tv )

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