Bille Bike

Das neue Bergedorf-Rad in vielen Varianten

Foto: Anne Strickstrock / Strickstrock

Bergedorf. Stahl- oder Alurahmen, Ketten- oder Nabengangschaltung, Herren- oder Damenrad in vielen tollen Farben - und das innerhalb von 14 Tagen zum Festpreis von 675 Euro. Am Montag wurde das Bille-Bike vorgestellt.

Wenn Bezirksamtsleiter Arne Dornquast von „dynamischer Achslastverteilung“ spricht, geht es weniger um politische Belastungsproben als um schöne Sportlichkeit: „Ich finde, es sieht supergut aus“, meinte er nur – und drehte gestern als Erster eine flotte Runde mit dem neuen „bille bike“ – der Name ist als Hausmarke vom Patentamt geschützt.

Das Rad ist eine Erfindung der Bergedorfer Radstation, deren sechs Mitarbeiter sich ihr „Traumrad“ ausdachten. Es wird nun über den Großhändler Böttcher aus Heide für alle Bergedorfer vertrieben: „Der Kunde kann sich alle Markenteile auf Wunsch zusammenstellen, etwa eine Ketten- oder Sieben-Gang-Nabenschaltung, ein sportliches Herrenrad zaubern oder lieber den Tiefeinsteiger. Alle Varianten sind nach 14 Tagen lieferbar“, sagen Stefan Clotz und Gert Kekstadt von der HAB-Service-Gesellschaft.

Auch Zweiradmechaniker Andreas Pilgrim schwärmt – nicht nur von der schlagresistenten Pulverbeschichtung: „Es ist ein unkompliziertes, haltbares Rad. Die Kette ist verzinkt, die Schrauben sind rostfrei. Es gibt wahlweise einen Alurahmen, für Retro-Fans natürlich auch einen Stahlrahmen.“ Egal in welcher Variante: Es bleibt beim Festpreis von 675 Euro. Dazu sind viele Farben zu haben – etwa Pink, Hellblau, Elfenbein oder das angesagte Mattschwarz.

„Mein Rad ist glänzend schwarz und 15 Jahre alt“, plaudert Dornquast, der besser über Radwege informieren will: „Am Dienstag, 4. Dezember ist das das Workshop-Thema, wenn Vertreter der Verkehrsbehörden von Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen sich treffen.“

Bergedorfs Radstation, die Ende April am S-Bahnhof eröffnete, hat einen guten Start hingelegt: „Wir haben schon gut ein Drittel der Plätze über Festverträge belegt“, sagt Stefan Clotz und macht gleich ein Winterangebot: Wer keinen Keller hat, kann sein Rad von November bis März geschützt parken, zahlt im Monat acht Euro und kann es während der Öffnungszeiten benutzen.

Wer hingegen lieber einen Chip haben will, um auch abends und nachts radeln zu können, nimmt besser den 50-Euro-Tarif – und bekommt dazu eine Fleece-Mütze geschenkt.