Reparaturstau

Die S 2 fährt wieder - zumindest manchmal

Bergedorf (cr). Überfüllte S-Bahnen, Drängeleien am Bahnsteig und verpasste Anschlüsse gehören seit etwa zwei Wochen zum nervigen Alltag der S-Bahnkunden:

Weil, wie berichtet, die Verstärkerzüge der S 2 aus Reparaturgründen ausfallen, ist die S 21 im Berufsverkehr hoffnungslos überlastet. Gestern nun schien sich ein Hoffnungsschimmer abzuzeichnen: Die S 2 fuhr wieder, auch schon am Nachmittag des Vortages.

Doch für Erleichterung ist es zu früh, wie S-Bahnsprecherin Angelika Theidig ("DB Mobility Logistics") einräumen muss: Auch weiterhin könne es zu Ausfällen kommen, sagt sie. Die Mitarbeiter in den Werkstätten würden aber "mit Hochdruck" an den witterungsbedingten Schäden arbeiten, die vor allem die älteren Züge der S 2-Linie betreffen.

Viele S-Bahn-Nutzer halten das jedoch für vorgeschobene Argumente. Diese Schäden könnten ja kaum immer nur an den S 2-Zügen entstehen. Ohnehin werde zu wenig in neue Züge investiert, so ein Kunde. Sprecherin Theidig begründet das damit, dass der S-Bahnbetrieb derzeit von der Stadt Hamburg neu ausgeschrieben sei. "Da die Deutsche Bahn noch nicht weiß, ob sie den Zuschlag erhält, werden derzeit keine neuen Fahrzeuge bestellt." Für die Beschaffung neuer Fahrzeuge würden außerdem alle Eisenbahnverkehrsunternehmen einen langen zeitlichen Vorlauf benötigen.

Den Ärger der Bahnkunden kann Theidig dennoch verstehen. Sie rät, in diesem Fall die HVV-Kundengarantie in Anspruch zu nehmen. "Bei Verspätungen ab 21 Minuten wird dem Fahrgast die Hälfte des Fahrpreises zurückerstattet." Anträge und nähere Infos auf www.hvv.de/wissenswertes/hvv-garantie/ .