Unfall

Reinbeker torkelt ins Gleisbett

Bergedorf (ld). Großes Glück hatte ein 46-jähriger Mann aus Reinbek, als er am Sonnabend gegen 19.20 Uhr in der Abstellanlage des Bergedorfer Bahnhofs auf die Stromschiene der S-Bahn fiel:

Der stark alkoholisierte Mann bekam zwar einen Schlag, war aber nach dem Sturz ansprechbar.

Vermutlich war er betrunken in der S-Bahn eingeschlafen und hatte nicht bemerkt, dass der Zug bereits in die Abstellanlage gefahren war. Beim Hinaustreten aus der Bahn fiel er vom Trittbrett direkt auf die Schienen.

Der 56-jährige Fahrzeugführer der S-Bahn hatte den Vorfall beobachtet, half dem Reinbeker zurück in den Waggon und brachte ihn darin zum Bahnsteig 5 im Bergedorfer Bahnhof. Der alarmierte Notarzt und Sanitäter übernahmen dort die Erstbehandlung und brachten den Mann im Rettungswagen ins Krankenhaus Boberg. Durch den Sturz aus der Bahn ins Gleisbett erlitt er einen Nasenbeinbruch.

Doch der Stromschlag hätte weit schlimmere Folgen haben können: Eine Berührung der 1200 Volt Gleichstrom führenden Schienen ist lebensgefährlich. Da es durch leichtsinniges Verhalten - oft unter Alkoholeinfluss - im Bahnbereich immer wieder zu Unfällen kommt, warnt die Bundespolizei dringend vor der großen Gefahr im Gleisbett.