Moosberg

Politik will Stromtrasse unter die Erde verlegen

Lohbrügge (he). Seit Jahren ist die Gefahr von Elektrosmog bekannt, ist etwa Wohnungsbau unter Hochspannungstrassen ausgeschlossen. Doch Flächen sind in der Hansestadt knapp.

Jetzt will Bergedorfs Politik prüfen lassen, ob im Bereich Moosberg Hochspannungsleitungen unter die Erde verlegt werden können.

Peter Aue (CDU) rennt bei SPD und GAL offene Türen ein. "Ausbaupläne des Pflege- und Wohnheims Moosberg können nicht im geplanten Umfang realisiert werden, weil eine Stromtrasse dies verhindert", begründet der Vorsitzende des Bergedorfer Wirtschaftsausschusses den Vorstoß. Eine Verlegung wäre nicht nur für Hamburg richtungsweisend, "sie würde auch dem Rettungshubschrauberbetrieb in Boberg zugute kommen".

SPD und GAL unterstützen die Prüfung der Machbarkeit wie auch eine Kostenschätzung. Ernst Heilmann (Linke) warnt dagegen, der Vorstoß greife viel zu kurz: Neben Fachbehörden und dem Versorger müsse die Bundesnetzagentur einbezogen werden.

Auf Ablehnung stößt der Vorstoß in der Fraktion von FDP und Piraten. "Angesichts von Millionenkosten ist dieses Vorhaben unrealistisch", befindet Sven Eichner: Statt eine fünfstellige Summe für ein unsinniges Gutachten auszugeben, solle das Geld besser sinnvoll eingesetzt werden.