Bergedorf-Museum

Mehr erlebte Geschichte im Museum

Bergedorf (upb). Das Museum im Schloss als Ort zum Staunen, Ausprobieren und Mitmachen.

Als Treffpunkt mit großer Anziehungskraft für Kinder, Jugendliche, Eltern, Großeltern. Und das alles unter der Leitung eines charismatischen Historikers, Museumspädagogen und Managers. So wünschen sich engagierte Bürger ihr Bergedorf-Museum.

40 von ihnen folgten der Einladung der Bergedorfer Attac-Gruppe ins Gewerkschaftszentrum am Serrahn. In Arbeitsgruppen wurden Antworten auf die Frage des Abends erarbeitet: "Wie wollen wir Bürger das Schloss künftig gestalten und nutzen?"

Konkrete Forderungen sind unter anderem die Vernetzung der Museumsarbeit mit anderen Institutionen wie etwa dem Kultur- & Geschichtskontor sowie vor allem den Schulen. Deren bevorstehende Umstellung auf Ganztagsunterricht müsse genutzt werden, um mit attraktiven Projekten Klassen ins Museum zu ziehen. Ohnehin müssten sich Ausstellungen und Veröffentlichungen stärker an den Interessen der Bergedorfer orientieren. Empfehlung hier: Mehr erlebte, also die jüngste Geschichte im Museum ausstellen, statt Themen aus lange vergangenen Jahrhunderten.

Neben den Arbeitsgruppen äußerten sich drei Experten auf dem Podium. Ex-Museumschef Alfred Dreckmann mahnte eine Ergänzung der Dauerausstellung um neue, überraschende Elemente an. Dr. Geerd Dahms vom Kultur- & Geschichtskontor forderte mehr Einflüsse der Bürger zuzulassen: "Es darf nicht weiter so wirken, als ob der Besucher der größte Feind unseres Museums ist." Und SPD-Bürgerschaftsabgeordneter Gerhard Lein versprach, dass die Mitarbeit der Bergedorfer 2013 auch erwünscht sein wird: "Schloss und Rieck-Haus werden definitiv in die Verantwortung des Bezirksamts kommen, ausreichend finanziert und mit eigenem Leiter."