Rahel-Varnhagen-Weg

Neues Pflaster oder Gitter gegen Unfälle

Neuallermöhe (upb). 26 Unfälle innerhalb von drei Jahren, dabei 15 Verletzte - für die Fraktion der GAL ist die Situation am Zebrastreifen über den Rahel-Varnhagen-Weg nahe des S-Bahnhofs Nettelnburg unhaltbar.

"Tempo 30, gute Sichtachsen und deutliche Beschilderung scheinen nicht auszureichen. Ich halte eine Aufpflasterung für die einzig wirksame Maßnahme, um Autofahrer zu mehr Aufmerksamkeit zu zwingen", sagt GAL-Bezirksabgeordneter Norbert Fleige.

Um das Projekt anzuschieben, steht der Unfallschwerpunkt Montag auf der Tagesordnung vom Verkehrsausschuss der Bezirksversammlung (17.30 Uhr, Rathaus). Fleige will die bauliche Veränderung durchsetzen, um die Autos zu bremsen, aber auch die Radfahrer zu stoppen, die an dieser Stelle immer wieder über den Zebrastreifen fahren, obwohl sie absteigen müssten.

Für Hans-Jürgen Gäth, Chef der Bergedorfer Verkehrspolizei, ist das Problem mit der Aufpflasterung kaum zu beheben: "Das wirkt nicht. In Bahrenfeld etwa wurde das neue Pflaster deshalb gerade wieder entfernt." In seinen Augen machen eher Drängelgitter an beiden Seiten des Überwegs Sinn, damit die Radler absteigen. "Mit Ausnahme des jüngsten Unfalls, bei dem am 5. August zwei kleine Kinder auf dem Zebrastreifen angefahren wurden, trifft es stets Radfahrer. Sie müssen wir bremsen", meint Gäth, der die Gitter bereits beim Bezirksamt angeregt hat. Dort sieht man es aber aus optischen Gründen skeptisch.

Neben dem Rahel-Varnhagen-Weg stehen Montag auch die beiden anderen Bergedorfer Unfallschwerpunkte auf der Tageordnung. Das sind die Kreuzung Bergedorfer Straße / Sander Damm und die Einmündung der Autobahnausfahrten Curslack auf den Curslacker Heerweg.