Hamburger Volksbank

Zuwachs für die "Bankenmeile"

Bergedorf (tv). Das Rätsel ist gelöst. In die früheren Geschäftsräume der Commerzbank zieht erneut ein Geldinstitut ein.

Die Alte Holstenstraße zwischen Sachsentor und Weidenbaumsweg verteidigt damit ihren Ruf als "Bergedorfs Bankenmeile": Die Hamburger Volksbank eröffnet voraussichtlich im November ihre 43. Filiale.

Die Tinte ist trocken auf dem Mietvertrag mit dem Hauseigentümer, der Firma Glunz. Die Fläche war frei geworden, nachdem die Commerzbank die Dresdner Bank übernommen und die beiden Bergedorfer Filialen an der früheren Adresse der Dresdner Bank (Alte Holstenstraße 63) zusammengelegt hatte.

"Es wurde Zeit, dass wir in Bergedorfs Zentrum Präsenz zeigen", sagt Heidi Melis, Sprecherin der Hamburger Volksbank. Sie hofft nun, dass die knapp 300 Quadratmeter große Filiale nach dem Umbau zum 1. November öffnen kann. Am Edith-Stein-Platz in Neuallermöhe hat das Geldinstitut bereits eine Filiale, die nächsten Standorte sind in Billstedt und in Geesthacht.

"Unser Geschäftsmodell als Genossenschaftsbank mit risikoscheuer Anlagephilosophie galt lange Zeit als piefig - aber in Zeiten der Finanzkrise haben wir als sichere Bank hohen Zulauf", sagt Melis.

Das Jubiläumsjahr 2011, in dem die Hamburger Volksbank 150 Jahre alt wurde, war dementsprechend ein Rekordjahr. So stieg die Bilanzsumme im Geschäftsjahr auf 2,15 Milliarden Euro (2010: 1,87 Milliarden). Der Jahresüberschuss erhöhte sich im selben Zeitraum um 32 Prozent von 8,8 auf 11,7 Millionen Euro. Die mehr als 45 000 Mitglieder der Genossenschaftsbank freuten sich über einen Jubiläumsbonus von 1,5 Prozent - zusätzlich zu ihren sechs Prozent Dividende.

Laut Melis hat die Hamburger Volksbank derzeit etwa 110 000 Kunden und mehr als 500 Mitarbeiter. In der neuen Bergedorfer Filiale sollen fünf bis sechs Angestellte beschäftigt sein.