Kreuzung Vierlandenstraße

Morgen wird Bergedorf zum Nadelöhr

Bergedorf (upb). Ab morgen wird es für Autofahrer eng in Bergedorf: Pünktlich zum Beginn der Sommerferien macht sich Hamburg Wasser auf der Kreuzung Bergedorfer Straße/Vierlandenstraße breit.

Konkret wird der Verkehr auf Bergedorfs wichtigster Ost-West-Querung auf eine Spur je Richtung eingeengt. Und die Vierlandenstraße Richtung Autobahn für zunächst drei Wochen gleich ganz gesperrt.

Es ist der Auftakt zum Verkehrschaos, das Bergedorfs City voraussichtlich bis zur Adventszeit teilweise lahmlegt. Denn während sich Hamburg Wasser sputet und seine Rohrleitungen spätestens bis 22. Juli ausgewechselt und die Kreuzung wieder für den Verkehr passierbar gemacht hat, folgt dann der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer. Laut Ausschilderung geschieht das sogar nahtlos: Für die Autofahrer unmerklich werden Maschinen und Bauarbeiter ausgetauscht, denn nach den Wasserwerken beginnt die Umgestaltung des Verkehrsknotens.

Etwa drei Monate hat der Landesbetrieb veranschlagt, um die Verkehrsflüsse auf der Kreuzung an heutige und künftige Bedürfnisse anzupassen. Konkret wird es nur noch eine Richtungsfahrbahn nach Hamburg geben, der Linksabbieger in die Vierlandenstraße dann ausschließlich für Fahrten zur Autobahn reserviert.

Auch in umgekehrter Richtung müssen Autofahrer die Kreuzung neu lernen. Aus der Vierlandenstraße wird es nur noch einen Linksabbieger zum Einkaufszentrum CCB geben. Wer geradeaus zum Sachsentor oder rechts zum Mohnhof fährt, passiert eine neue Verkehrsinsel, die für Fußgänger und Radler zum besseren Überqueren des Knotens geschaffen wird.

Ob das alles Sinn macht oder Autofahrer wie auch alle anderen Verkehrsteilnehmer eher behindert, ist politisch umstritten. Der Verkehrsausschuss der Bezirksversammlung hatte bis zuletzt Bedenken angemeldet. Verhindern konnte er das mehrere Millionen Euro teure Umgestaltungs-Projekt aber nicht mehr.