Führerscheinstelle noch geschlossen

Fahrschüler Wochen in der Warteschleife

Bergedorf. Fahrlehrer sind genervt: Ihre ärgsten Befürchtungen sind wahr geworden, seit im März verkündet worden war, dass die Bergedorfer Führerscheinstelle beim Landesbetrieb Verkehr (LBV) ab April "vorübergehend" geschlossen wird.

Nicht nur die Fahrlehrer, auch alle anderen mit einem Anliegen rund um den Führerschein, müssen nun in den Bezirk Mitte fahren. Und dort stauen sich die Vorgänge.

"Inzwischen warten wir nicht mehr zwei Wochen, sondern teils acht Wochen darauf, dass unsere Fahrschüler zur Prüfung zugelassen werden", sagt Jörg Harder (Inhaber "Signal - die junge Fahrschule"). Dies wird nur selten verwehrt, etwa bei bestimmten Vorstrafen, sodass die Schüler meist schon in Erwartung der baldigen Zulassung mit den Fahrstunden beginnen - und dann nach einigen Wochen in der Warteschleife hängen. Harder rechnet nun damit, dass irgendwann ein ganzer Schwung an Zulassungen kommt, es dann aber an Prüfkapazitäten fehlt.

Doch das ist nicht der einzige Kritikpunkt. Auch die langen Wartezeiten im Bezirk Mitte - insbesondere für normale Bürger - seien eine Zumutung.

Kathrin Fechner vom LBV bestätigt, dass es Engpässe gibt, "aber wir sind bemüht, die Anträge so schnell wie möglich zu bearbeiten". Grund für die Schließung der Führerscheinstellen in Bergedorf und auch in Harburg sei die schwierige personelle Situation beim LBV, auch wegen der Umstellung auf ein neues Führerscheinverfahren. "Deshalb konzentrieren wir uns auf zwei Standorte" - auf Mitte und Langenhorn.

Sie betont jedoch, dass die Schließung der Bergedorfer und Harburger Führerscheinstellen nur vorübergehend geplant sei. Wann die Außenstellen wieder eröffnet werden, ist allerdings unklar. Fechner: "Aber bis Juli oder August wissen wir, wie es weitergeht."