Drei Verletzte

Mit Murmeln zwei Busse beworfen

Bergedorf. Es sollte wohl nur ein Streich sein. Doch die Folgen waren deutlich weitreichender als erwartet:

Drei Frauen (53 und 54 Jahre) sowie ein elfjähriges Mädchen sind am Montag verletzt worden, nachdem drei Jungs zwei Linienbusse der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) mit Murmeln und einem Stock beworfen hatten.

Zuerst hatte es um 13.27 Uhr einen Bus der Linie 135 auf dem Gojenbergsweg erwischt. Plötzlich knallte es - durch die Seitenscheibe der Beifahrerseite zog sich ein Riss. Verletzt wurde niemand; vorsichtshalber entfernte der Fahrer die Scheibe jedoch an der nächsten Haltestelle.

Nicht so glimpflich ging es für den späteren Bus der Linie 335 aus. Zehn Minuten später knallte es auch hier, eine Scheibe wurde vollständig zerstört. Eine 53 Jahre alte Frau erlitt ein Knalltrauma und musste mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. Auch eine andere Frau (54) klagte über Taubheitsgefühle im Ohr. Sie wollte später selbst zum Arzt gehen. Leichte Schnittverletzungen erlitt eine Elfjährige.

Beamte der Bergedorfer Kripo entdeckten im Splitterfeld der Scheibe ein Glasmurmel. Sie starteten ihre Ermittlungen mit einer Nachbarschaftsbefragung. Und tatsächlich: Ein elf Jahre alter Junge räumte ein, "etwas damit zu tun zu haben". Auch zwei weitere Elfjährige konnten ermittelt werden. Aus einem Gebüsch hatten sie Murmeln und einen Stock auf die Busse geworfen.

Alle zeigten sich laut Polizei einsichtig und zutiefst zerknirscht. Auch die Eltern sagten sofort zu, für den Schaden aufzukommen. Der Reparaturbedarf an den Bussen summiert sich auf etwa 2000 Euro.

Die Polizei mahnt: Solche Attacken sind mehr als ein Dummer-Jungen-Streich und können böse Folgen haben.