Boberger Niederung

Geburt auf dem Flugplatz

Boberg (cr). Da staunten die Hobbyflieger vom Boberger Segelflugplatz nicht schlecht: Am Rande ihres Flugfeldes - weit weg vom Start- und Landebetrieb - hatte es sich am Mittwochnachmittag ein Mutterschaf soweit wie möglich bequem gemacht.

Das Tier gebar dort schließlich sein kleines Lämmchen. Wenig später wurde das neugeborene Moorschnucken-Mädchen von Schäfer Benjamin Heinz eingesammelt und auf dem Arm davongetragen.

"Die Mutterschafe und ihre Lämmer werden alle in einen eigenen geschützten Bereich gebracht", weiß Karen Elvers vom Naturschutzinfohaus Boberg. Zurzeit kommen hier täglich Lämmchen zur Welt. Die Mutterschafe gebären, während sie mit der Herde und dem Schäfer durchs Naturschutzgebiet ziehen.

Dass die Lämmer in der Boberger Niederung zur Welt kommen, ist neu - und hat mit einem bevorstehenden Wechsel der zuständigen Schäferei zu tun. "Beim Vorgänger wurden die Mutterschafe zur Lammzeit immer ins Wendland gebracht", sagt Karen Elvers. Doch Übergangsschäfer Benjamin Heinz lässt die Tiere lieber hier ihre Jungen zur Welt bringen.

Kein Grund zur Sorge, meint Karen Elvers: Trotz einer 250 Tiere zählenden Herde aus Moorschnucken und Pommerschen Landschafen "hat der Schäfer die Situation im Blick".