Ermittlungen

39-Jähriger mit Stichverletzungen aufgefunden

Foto: Carsten Neff / Neff

Lohbrügge. Ein 39 Jahre alter Mann aus Neuallermöhe ist am Mittwochnachmittag in der Walter-Freitag-Straße mit blutenden Wunden im Gesicht und Stichverletzungen am Oberkörper aufgefunden worden. Zwei Fußgängerinnen alarmierten die Feuerwehr. Der Mann ist inzwischen außer Lebensgefahr.

Die beiden Passantinnen haben den blutenden Mann um 16.30 Uhr an der Walter-Freitag-Straße aufgefunden. Er selbst gab zunächst an, gestürzt zu sein. Auf dem Weg ins Krankenhaus entdeckten die Rettungskräfte dann zwei Stichverletzungen im Oberkörper des Patienten. Zudem hatte der 39-Jährige einen Nasenbeinbruch und ein Platzwunde, die nicht von einem Sturz stammen konnten. Zu den Verletzungen wollte der stark betrunkene Mann keine weiteren Angaben machen. Nur so viel: Es habe Streit gegeben, er sei wohl dazwischen geraten.

Nach einer Notoperation ist der Patient inzwischen außer Lebensgefahr. Ermittler des Kriminaldauerdienstes übernahmen den Fall. Eine Blutspur führte die Polizisten vom Auffindeort zu einer naheliegenden Wohnung an der Walter-Freitag-Straße. Dort hielten sich der 46 Jahre alte Wohnungsmieter und ein 40-jähriger Bekannter aus Billstedt auf. Zudem gab es in der Wohnung weitere Blutspuren und die Ermittler konnten ein Messer als mutmaßliche Tatwaffe sicherstellen.

Die beiden Männer aus Kasachstan wurden vorläufig festgenommen. Beide waren betrunken, einer von ihnen so stark, dass er nicht vernehmungsfähig war. Der andere machte zum Tatvorwurf auch keine Angaben. Er habe einen "Filmriss" und könne sich an die Geschehnisse des Nachmittags nicht erinnern.

Weil ihnen eine Tatbeteiligung nicht hinreichend nachgewiesen werden konnte, hat die Polizei die beiden Verdächtigen nach der Vernehmung wieder frei gelassen. Jetzt sollen die Kleidungsstücke der Männer und das sichergestellte Messer kriminaltechnisch untersucht werden.

"Beide vorläufig Festgenommenen sind bislang unbescholten, sie haben beide einen festen Wohnsitz", teilte die Polizei auf Nachfrage mit. Zudem sei nach bisherigen Erkenntnissen keine Tötungsabsicht zu erkennen, vielmehr sei die Tat wohl als "gefährliche Körperverletzung" einzuordnen. "Daher gab es keine Gründe für eine Untersuchungshaft."