Bezirksfraktion

FDP-Chef schmeißt hin

Bergedorf (he). Die FDP kommt nicht zur Ruhe, weder in Hamburg, wo Landeschef Ralf Salo die Brocken hingeworfen hat, noch in Bergedorf.

Vor einem Jahr hatten Flügelkämpfe zwischen Wirtschaftsflügel und dem sozialliberalen Kreisverband Lohbrügge zur Abwahl des damaligen Bezirksvorsitzenden Heiko Pohse (56) geführt. Der Lohbrügger hatte sich in die Pflicht nehmen lassen, nachdem Vorgänger Stefan Kubat zurückgetreten war. Auf den Youngster und den erfahrenen Pohse wählte die Mehrheit mit Mitzwanziger Jan Paulick eine weitere "hoffnungsfrohe" Nachwuchskraft. Nun hat er nach kaum einem Jahr seinen Rücktritt erklärt - per Mail an die Landes-FDP.

Bis zur Neuwahl muss wieder Uwe Hansen ran. Der Bergedorfer Vizevorsitzende hat reiche Erfahrungen, hat zeitweilig schon die Landespartei geführt. FDP-Sprecher Rüdiger-Horst Bambach bedauert die "Ämterflucht" Paulicks, schade die doch der erfolgreichen Arbeit der Bezirksfraktion. Er sehe sich durch Paulicks Rücktritt eher beflügelt, stellt dagegen deren Chef Ernst Mohnike klar: Paulicks größte Leistung sei gewesen, "dass er sich hat dazu missbrauchen lassen, den kompetenten Bezirksvorsitzenden Heiko Pohse zu demontieren".