Bezirksamt

Liegeplätze für Hausboote viel zu teuer

Bergedorf. Stimmt heute Bergedorfs Stadtplanungsausschuss zu, sollen bereits im Sommer die Bagger rollen. Die Fachpolitiker entscheiden in öffentlicher Sitzung über die Umbaupläne für den Lohbrügger Wochenmarkt.

Einem anderen Projekt droht dagegen heute Abend im großen Rathaussaal (17.30 Uhr) das Aus: Die Verwaltung schlägt vor, nach Jahren alle Planungen für Hausboot-Liegeplätze einzustellen.

Bei Erschließungskosten von etwa 175 000 Euro je Platz hält das Bezirksamt es für "eher unwahrscheinlich", dass sich Investoren für den Standort am Neuen Schleusengraben finden. Umso mehr, als Genehmigungen für die maximal acht schwimmenden Häuser nur auf Widerruf erteilt werden sollen: Allein ein Steg für sie würde nach Berechnungen der Verwaltung mit einer Million Euro zu Buche schlagen. "Sollten sich doch Investoren finden, können wir die Planungen ja wieder aufleben lassen", sagt der Stadtplanungsausschussvorsitzende Peter Gabriel.

Endgültig ausschließen will Bergedorf dagegen weitere Spielhallen, Sexshops oder Bordelle im Bereich von Lohbrügger Landstraße, Sander Damm und Höperfeld. Das Bezirksamt schlägt vor, den Bebauungsplan Lohbrügge 16 entsprechend zu ändern. Aktueller Anlass ist ein Antrag für eine weitere Spielhalle.

Tatsächlich bestehen zudem Überlegungen, Bergedorfs Einzelhandelskonzept dahingehend zu überarbeiten, dass die Lohbrügger Landstraße künftig in den zentralen Versorgungsbereich für das Quartier aufgenommen wird. Dessen bisherige Grenze (Sander Damm und Lohbrügger Markt) spiegele weder die tatsächlichen noch die angestrebten Verhältnisse wider.

Angesichts der verspäteten Fertigstellung des Bergedorfer Bahnhofsvorplatzes und dem langen Warten auf eine Fußgängertreppe zwischen Serrahnufer und B 5 fordert die Fraktion FDP/Piraten einen Beschluss zu Kostenrahmen und Bauzeiten für den Lohbrügger Markt: Das Amt soll einen Bauzeitenplan vorlegen, wann welche Flächen nicht nutzbar sind und wann der Umbau abgeschlossen wird.