Vorm CCB

Neuer Bushalt bremst die Radfahrer

Ulf-Peter Busse

Foto: BGZ / Ulf-Peter Busse / Ulf-Peter Busse

Bergedorf. Das wird eng: Radfahrer und Tausende Fußgänger müssen sich künftig den schmalen Fußweg zwischen Einkaufszentrum CCB und Bergedorfer Straße teilen.

Ein Ansturm, für den die neue Bushaltestelle verantwortlich ist, deren Bau schon in den nächsten Wochen beginnt. Mehr als 400 Linienbusse in Fahrtrichtung Bahnhof sollen hier täglich halten und ihre Fahrgäste mit Ziel Bergedorfer City aussteigen lassen.

Im ZOB-Ausschuss der Bezirksversammlung einigten sich Bergedorfs Politiker Dienstagabend auf die programmierte Drängelei. Hintergrund: Bei dieser Variante des Haltestellenbaus können die elf Platanen erhalten bleiben, die seit etwa 20 Jahren am bisherigen Parkstreifen kurz vor der Serrahnbrücke stehen. „Ihr Grün verdeckt zumindest einen Teil des dominanten Terrakotta an der neuen CCB-Fassade“, sagte Jürgen Stubbe (CDU). Auch Bezirksamtsleiter Dr. Christoph Krupp atmete auf, dass nicht noch mehr Bäume im Bergedorfer Zentrum verschwinden: „Für die Großbaustelle mussten schon 60 fallen. Das reicht.“

Mit dem Beschluss sprach sich der Ausschuss gegen die Verlegung des Radverkehrs auf einen Streifen zwischen Linienbussen und Straße aus, der sieben Bäume gekostet hätte. Nur Norbert Fleige (GAL) wünschte lieber freie Fahrt für Radler in Form der alternativen Variante: „Wir schaffen hier ein Chaos, das mit dem an der Bushaltestelle Mohnhof vor Edeka vergleichbar ist. Das kann niemand wollen, nur weil so Bäume gerettet werden, die ökologisch ziemlich überflüssig sind.“

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