Gericht

Nötigung konnte nicht bewiesen werden

Bergedorf (vik). Es war nicht ihr erster Prozess gegeneinander: Seit einem Vorfall am 3. Dezember 2008 sind sich Thorsten D. und Rebecca B. spinnefeind.

Gestern ging es im Amtsgericht Bergedorf darum, ob Thorsten D. den Sohn von Rebecca B. genötigt hatte.

Das war geschehen: Am 3. Dezember befuhr der Angeklagte gegen 8.45 Uhr den Weg zum Parkplatz der Kita KAP Strolche am Kurt-Adams-Platz, wollte seine Tochter zur Tagesbetreuung bringen. Auf der rechten Seite des Weges, der für Fußgänger als auch im Schritttempo fahrende Autos zugelassen ist, lief Rebecca B. mit ihren drei Kindern. Er habe gehupt, daraufhin drehte sich die Zeugin um. Während D. behauptet, sie hätte ihm absichtlich den Weg versperrt, ihn an der Weiterfahrt gehindert, sagte Rebecca B. aus: "Er pöbelte, drohte mit körperlicher Gewalt." Anschließend sei der Beschuldigte mit seinem Wagen auf Rebecca B.s Sohn Justin zugerollt, habe erst einen halben Meter vor dem Kind gestoppt.

Diese Vorsätzlichkeit sollte mit Anhörung des Angeklagten, der Zeugin B. und der Zeugin Bianca K., die die Klägerin zur Tatzeit begleitete, geklärt werden. "Der Wagen machte einen Ruck", sagte Bianca K. aus. Unbewiesen blieb, ob das ein Drohspiel oder ein Versehen war.

Richter Günter Stello sah keine ausreichenden Beweise. Die Klage wurde fallen gelassen.

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