Soziales

Qualitätssicherung für die Familien-Hilfe

Bergedorf (knm). Nach dem Tod der unterernährten, neun Monate alten Lara in Wilhelmsburg soll es hamburgweite Standards für die interne Qualitätskontrolle der Träger der sozialen Familienhilfe geben. Darauf haben sich die Leiter der sieben Bezirke geeinigt.

Dazu gehört zum Beispiel ein genaues Protokoll von Besuchen. "Das kann allerdings nicht bedeuten, dass die Behörde jede Woche über jeden Fall einen Bericht erhält", sagt Bezirksamtsleiter Dr. Christoph Krupp. Schließlich bekämen die Träger den Auftrag, um eigenständig eine Betreuung zu gewährleisten. Allerdings sei es wichtig, dass es bei jedem Träger intern ein Qualitätssicherungs- und Dokumentationssystem gäbe, "damit man, wenn nötig, die Protokolle einsehen kann." In kritischen Fällen werde das Jugendamt im Laufe der Familienbetreuung unterrichtet.

Im Fall Lara, deren Familie vom Bezirk Mitte und dem Rauhen Haus versorgt wird, sind die Protokolle offenbar unzureichend. Allerdings steht die Todesursache des Mädchens noch nicht fest. Dennoch erinnert der Fall an die zweieinhalb Jahre alte Michelle, die im Juli 2004 in Lohbrügge an einem Hirnödem gestorben war. Auch damals hatte die Qualitätssicherung versagt.

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