WSB

Diskussion um Bustrasse

Bergedorf (he). Das Votum war eindeutig: Bergedorfs Verkehrspolitiker sind, wie berichtet, gegen Überlegungen, nach Fertigstellung des neuen ZOB weiterhin Busverkehr durch die Alte Holstenstraße zu führen.

Etwas verschnupft reagierte die WSB auf diese schnelle Entscheidungsfindung: Die Wirtschaftsinitiative hatte ihre Mitglieder nach ihrer Meinung gefragt. Nach einem Podium mit Polizei sowie Vertretern von VHH und Bezirksamt steht jetzt fest: "Wir warten die weitere Entwicklung ab", sagt WSB-Geschäftsführer Joachim Wagner.

Vor fast 30 Teilnehmern hatten Bezirksamtsleiter Christoph Krupp, VHH-Vertreter und die Polizeiverkehrsabteilung Bergedorf ihre Positionen dargelegt: Während die VHH Bereitschaft signalisierte darüber nachzudenken, künftig die Ringlinie 136 über die Alte Holstenstraße zwischen Weidenbaumsweg und Sachsentor zu führen, stellten Jürgen Hentschel und Jens Klockmann für Bergedorfs Polizei klar, dass dieser Abschnitt Alte Holstenstraße für dauerhaften Busverkehr umgestaltet werden müsste. Mehrkosten in sechsstelliger Höhe hielt wiederum Dr. Krupp für kaum vertretbar: Nur eine Buslinie bringt kaum zusätzliche Frequenz fürs Sachsentor.

WSB-Mitglieder und Anwohner diskutierten höchst engagiert. Während sich Geschäftsleute aus dem Sachsentor für den Fortbestand der Bushaltestelle Kupferhof stark machten, beklagten Anwohner der Vierlandenstraße und Geschäftsleute aus der Alten Holstenstraße Belästigungen. Die Abstimmung der WSB-Mitglieder bestätigte den Zwiespalt: Nur eine Stimme trennte Befürworter und Gegner der Bustrasse.

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