Ausstellung

Frech, witzig bis tiefsinnig: Jugend zeigt Mut zur Kunst

Hamburg (ten). Auf einem Gipfel eines riesigen Gebirges turnt ein kleines Männchen. Furchtlos, mutig. Leichtsinnig? Das Objekt, an dem Schüler des Gymnasiums Allermöhe mitgewirkt haben, ist ein echter Hingucker der Ausstellung "Mut - ein Kunstprojekt", die jetzt in den Deichtorhallen in Hamburg angelaufen ist.

Die fantasievollen Exponate stammen von 80 Schülern aus den Klassenstufen sieben bis neun von 13 Hamburger Schulen. "Was wir hier sehen ist mehr, als wie je zu hoffen gewagt hatten", sagte Corinna Lampadius vom Verein "Werte erleben", der das Projekt ins Leben gerufen hat. Eine Begeisterung, die die Jugendlichen teilen: "Das hat total Spaß gemacht und ich habe viele nette Leute kennengelernt", sagt etwa Christopher Osicki vom Gymnasium Allermöhe. "Man geht jetzt mit noch mehr Respekt an Fotos und Gemälde heran", findet Schulkameradin Carolin Maria Ochal.

Die Jugendlichen haben viel Freizeit und Engagement investiert. Frech, witzig, tiefsinnig, mutig und in der Machart außerordentlich abwechslungsreich präsentieren sich die 20 Gemeinschaftswerke. Da bietet die Jugend der Gefahr die Stirn, während die Erwachsenen flüchten - symbolisiert als individuell gestaltete Figur gegenüber gesichtslosen Mülltütenträgern vor einer Riesenwelle. Eine Batterie rosarot bemalter Flaschen ist zum Schleifensymbol der Aidshilfe zusammengestellt - jeden Flaschenhals krönt ein Kondom. An einem Kiosk gibt es angeblich Mut in Flaschen und Tüten, in einem dunklen Bunker lauert, was Anzusehen Mut erfordert.

Dies und mehr haben die Jugendlichen innerhalb eines halben Jahres während ihrer Freizeit entwickelt. Ihr Atelier war der "Tango Terminal", den der Hamburger Flughafen zur Verfügung stellte. Unterstützt wurden die Gruppen von Michel Baltzer (Bildender Künstler), Sabine Flunker (Illustratorin und Bühnenbildnerin), André Lützen (Fotograf) und Petra Schoenewald (Bildende Künstlerin).

Die Ausstellung "Mut - ein Kunstprojekt" ist bis zum 16. Februar, 11 bis 18 Uhr, in den Deichtorhallen zu sehen. Im März und April sollen die Werke in der Hauptkirche St. Katharinen ausgestellt werden.

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