Kultur

Politik fordert Auskunft zu Denkmalen

Bergedorf (he). Dass Denkmalschutzbelange der geplanten Sanierung und Modernisierung des Billtal-Stadions entgegenstehen sollen, hat unter Bergedorfer Sport- und Kulturpolitikern für einige Irritationen gesorgt.

Hamburgs Sportamt hatte die Denkmalschützer eingeschaltet, die dann zu dem Ergebnis kamen, dass Teile des zweitgrößten Hamburger Stadions als schutzwürdig gelten.

Auf Forderungen, das Bezirksamt solle eine Liste aller geschützten und schutzwürdigen Bauten in Bergedorf vorlegen, musste Angela Braasch-Eggert passen: "Es gibt nur Gesamtlisten für ganz Hamburg. Die sind nicht nach Bezirken geordnet und wir haben auch nicht das Personal, dies selbst zu leisten", sagt die Vize-Bezirksamtsleiterin.

Bezirksamt muss wegen Personalmangel passen

Damit mögen sich viele Politiker nicht zufrieden geben. "Vor wichtigen Projekten wie dem Billtal-Stadion muss eine solche Frage doch geklärt werden", fordert etwa CDU-Sportpolitiker Horst Kriegsmann.

Für Christoph Mallok, Kulturpolitiker in Reihen der SPD, ist dies kein Problem: "Es gibt unter dem Internetauftritt der Kulturbehörde Listen denkmalgeschützter und denkmalwürdiger Objekte." Zudem hat Bergedorf noch den Vorteil, dass eine "Denkmaltopographie" einen Überblick samt Erläuterungen bietet. Die Publikation stammt allerdings aus dem Jahr 1997 - und erhält kaum Erhellendes zum Billtal-Stadion.

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