Veranstaltung

Nazi-Zeit mit langen Nachwirkungen

Bergedorf (stri). Es wurden Ängste übertragen, schreckliche Erlebnisse verschwiegen und verdrängt: Noch heute, in der vierten Generation, wirkt sich die Nazi-Zeit aus, denn "die Nachkommen sind in traumatisierten Familien groß geworden", sagt Dr. Jürgen Müller-Hohagen.

Er schätzt, dass heute noch ein Viertel der Deutschen derart betroffen ist und will dies genauer am morgigen Donnerstag erläutern, wenn er auf Einladung der Gesamtschule Bergedorf im Haus im Park zu Gast ist.

"Verleugnet, verdrängt und verschwiegen", lautet sein Buch, das 2005 erschienen ist, also vier Jahre nachdem Müller-Hohagen das Dachau-Institut für Psychologie und Pädagogik an eben jenem bekannten KZ-Standort gründete. Heute arbeitet der 1946 geborene Diplom-Psychologe an der Münchner Universität und leitet in der bayrischen Hauptstadt eine psychologische Beratungsstelle.

Der Vortrag über Langzeitwirkungen der Zeit der Nationalsozialisten beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt kostet fünf, ermäßigt drei Euro. Karten werden im Vorverkauf im Begegnungscentrum am Gräpelweg 8 und in der Sachsentor-Buchhandlung angeboten.

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