Gesundheit

Dem Virenansturm trotzen

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Bergedorf (knm/sab/stri). Ein Händedruck, ein tiefer Atemzug oder ein feuchter Kinderkuss und schon ist es zu spät. Viren sind problemlos herübergeschliddert und lösen unangenehme Erkältungs- oder Margen-Darm-Erkrankungen aus.

Gerade als Kindergärtner, Arzthelfer, Apotheker oder etwa Busfahrer ist es schwierig, sich vor Virenattacken zu schützen. Schließlich gehört der Kontakt mit Hunderten Menschen am Tag zum Job.

"In den Wintermonaten ist jedes Kind mindestens einmal für zwei bis drei Tage krank", weiß Sophie Schöps, Leiterin der Kita KAP-Strolche in Lohbrügge. Rund 400 erkältete Patienten kommen pro Woche am Empfangstresen von Arzthelferin Uta Meyer in der Praxis Dr. Stüven in Nettelnburg vorbei. Es wird gehustet, geschnäuzt, geniest. Deshalb ist gerade in diesen Berufsfeldern besondere Obacht gefragt, wenn eine Ansteckungsgefahr minimiert werden soll. Mit viel Obst, einer Impfung und Sport pflegen viele die Gesundheit.

Marlies Gröbner, Betreiberin der 110 Jahre alten Elefanten-Apotheke am Lohbrügger Markt, bittet ihre Kunden, in eine andere Richtung zu husten. "Außerdem stärke ich meine Abwehrkräfte durch Multivitaminpräparate mit Mineralstoffen. Von der Grippeimpfung bin ich kein Fan, danach ging es mir schlecht."

Holger Kutzner hat als Busfahrer der VHH ständig mit vielen Menschen zu tun. "Wenn ich Fahrgeld entgegennehme, weiß ich natürlich nicht, ob die Leute nicht gerade in ihre Hände geniest haben", sagt der 46-Jährige. Vor Krankheitserregern schützt er sich mit einer jährlichen Grippeimpfung und viel Sport.

Uta Meyer (43) ist Arzthelferin in der Praxis Dr. Stüven am Ameisweg in Nettelnburg. "Ich trinke viel Salbei- und Ingwertee und esse Äpfel", beschreibt sie ihren persönlichen Virenschutz. Da auch die ganze Familie flach liegt, klopft Uta Meyer direkt auf den hölzernen Empfangstresen, dass es sie noch nicht erwischt hat.

Die Leiterin der Kita KAP-Strolche am Kurt-Adams-Platz, Sophie Schöps, und ein Teil ihrer Meute. 273 Kinder gehen in der Kita täglich ein und aus. "Ich esse viel Obst und Gemüse. Einmal pro Woche gehe ich ins Fitnessstudio", zählt die 60-Jährige auf. Zudem sollen Sauna-Gänge, Jogging und Schwimmen vor der Flut an Viren schützen, die die Lütten in die Kita mitbringen.

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