Gesundheitsamt

Zweiter Masernfall in Neuallermöhe

Neuallermöhe (cr). Nun ist der zweite Masernfall im Bezirk Bergedorf aktenkundig: Auch die Schwester des Neuallermöher Schülers (14), bei dem die Masern Anfang Januar diagnostiziert worden waren, ist erkrankt.

Das Mädchen besucht wie ihr Bruder das Gymnasium Allermöhe, allerdings eine andere Klasse. Sie ist seit der Erkrankung des 14-Jährigen aber nicht mehr zur Schule gegangen, da sie, wie ihr Bruder, keinen Impfschutz hat. Den aber mussten Schüler vorweisen, wollten sie weiter am Unterricht der betroffenen Schule teilnehmen.

Das Bergedorfer Gesundheitsamt weist noch einmal darauf hin, dass eine doppelte Impfung notwendig ist, um sich vor der besonders für Erwachsene gefährlichen Kinderkrankheit zu schützen. Zusätzlich wird nun ein Impftag angeboten: Am Donnerstag, 29. Januar, 15 bis 17 Uhr, können sich Bergedorfer im Gesundheitsamt, Lamprechtstraße 6, impfen oder beraten lassen. Die nächste reguläre Impfsprechstunde ist am Mittwoch, 4. Februar, 15 bis 17 Uhr. Vor allem Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre können dort eine fehlende Masernimpfung nachholen.

In der Dritten Welt enden Masern häufig tödlich

Die Krankheit kann zu schweren Komplikationen oder Spätschäden führen. Dies weniger in den wohlhabenden Industrieländern als vielmehr in Dritte-Welt- und Schwellenländern. Nicht selten sterben Kinder dort an den Masern. Die Weltgesundheitsorganisation WHO versucht deshalb, die Masern mittels flächendeckender Impfungen auszurotten. Die dafür notwendige Durchimpfungsrate von 95 Prozent erreicht Bergedorf jedoch nicht: Im Bezirk sind nur etwa 76,9 Prozent der Schulanfänger gegen Masern geimpft.

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