Stadtplanung

B 5-Tunnel wird doch gesichert

André Herbst

Bergedorf. Die Beharrlichkeit der Bergedorfer Verkehrspolitiker hat Erfolg: Entgegen der ursprünglichen Ankündigung finden Fußgänger und Radfahrer in der Eisenbahnunterführung im Verlauf der B 5 doch hinter Leitplanken Schutz vor schleudernden Autos.

Während GAL-Vertreter die Entscheidung infrage stellten, einigen Zentimetern Kombiweg für Radler und Fußgänger nachtrauern, fordern CDU- wie SPD-Politiker ein zusätzliches Fußgängergitter zwischen Tunnel-Ausfahrt und P & R-Haus: Es soll Passanten hindern, an unübersichtlicher Stelle die viel befahrene B 5 zu queren.

Unter "Gefährliche Posse um Gefahrenstelle" hatte unsere Zeitung Anfang Dezember über die Ankündigung berichtet, die Bahnunterführung im Verlauf der B 5 bleibe ohne die geforderten Leitplanken. Obwohl der Tunnel als gefährlicher Unfallschwerpunkt mit mehreren Schwerverletzten und auch Toten zu trauriger Berühmtheit gelangt war. Planer hatten festgestellt, dass Versorgungsleitungen den notwendigen Fundamenten im Wege liegen, Hamburg zudem behauptet, auch die Polizei halte den Verzicht für angezeigt.

Doch mit Bergedorfs Polizei hatte, wie berichtet, niemand gesprochen. Als GAL-Verkehrspolitiker Norbert Fleige die Vermutung äußerte, die Situation im Tunnel scheine durch den Umbau doch entschärft, antwortete Jens Klockmann. "Durch die Baustelle am ZOB fließt weniger Verkehr, sobald die Arbeiten beendet sind, fließt dort wieder mehr Verkehr, zudem schneller", widersprach der Verkehrsexperte am PK 43: "Wir bestehen weiter auf Leitplanken."

Einigkeit herrschte zwischen CDU und SPD auch in der Forderung, bis zum P & R-Haus solle ein Fußgängergitter errichtet werden. SPD-Verkehrsexperte Bernd Schrum verlangte zugleich eine kürzere Schaltung für die Fußgänger-Ampel vorm Parkhaus: "Eine Bettel-Ampel mit bis zu dreieinhalb Minuten Wartezeit für Fußgänger ist nicht zeitgemäß. "

Verkehrsausschuss-Chef Lenhard Correll (CDU) vermutete zuerst ein Missverständnis: "Soll der Autoverkehr auf der B 5 immer wieder kurzfristig gestoppt werden, damit dort einzelne Fußgänger ohne Zeitverzug queren können?"

Für Rainer Ewe (GAL) und Stephan Jersch (Linke) keine Frage. Ihre Antwort, wie aus einem Munde: "Genau."

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