Bildung

Mehr Musik an sechs Grundschulen im Bezirk

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Bergedorf (stri). "Richtig froh" ist Bobergs Schulleiterin Ulla Jürgensen, dass ihre Schule dabei ist, bei dem Projekt JeKi: Jedem Kind ein Instrument.

Mit Hilfe des Stifter-Ehepaars Elke und Horst Dörner kann Schulsenatorin Christa Goetsch (GAL) in den kommenden vier Jahren fast 7,4 Millionen Euro investieren, damit 61 Grundschulen den Musikunterricht intensivieren können: Zunächst dürfen 3250 Zweitklässler ein Instrument lernen. Dafür darf jede Schule für 10 000 Euro einen Instrumentensatz erwerben, etwa Flöten, Keyboard, Gitarre oder Percussion-Instrumente. Der Unterricht ist für die Kinder kostenlos, die Instrumente bleiben an der Schule. Der Clou: Es gibt Geld für Fortbildungen, und es können zusätzliche Instrumentalpädagogen angeworben werden.

Bis Ende 2012 soll ein Viertel aller Zweit-, Dritt- und Viertklässler, also knapp 10 000 Kinder, von dem Projekt profitieren: Wie in den ersten beiden Schuljahren werden die Schüler einerseits im Klassenverbund unterrichtet, andererseits in Instrumentalgruppen, die von einem zusätzlichen Musikpädagogen angeleitet werden. Jetzt dürfen die Schüler ihr Instrument zum Üben auch leihweise mit nach Hause nehmen.

Im Bezirk Bergedorf haben sich gleich sechs Grundschulen erfolgreich für das Projekt beworben. "Wir sind froh über die Möglichkeit, Musikpädagogen von der Jugendmusikschule zu bekommen, denn unsere Musikfachkräfte sind der Reihe nach schwanger geworden", sagt Ulla Jürgensen aus Boberg. Neben der Schule Fünfhausen-Warwisch und der Adolf-Diesterweg-Schule ist auch die Clara-Grunwald-Schule mit von der Partie: "Wir haben Gitarren für jede Klasse und wollten schon immer gern mehr Musik machen. Das wird jetzt umso besser gehen, da eine Mutter sogar Musiklehrerin ist", sagt Schulleiterin Angelika Fiedler, die bisher Theater und Kunst stärker einbezogen hatte.

Musik als neuen Schwerpunkt will jetzt Thomas Hawellek von der Grundschule am Max-Eichholz-Ring ausbauen: "Wir werden zusätzliche Kräfte auf Honorarbasis ranholen. Die Details der Konzepte müssen wir noch mit der Behörde erarbeiten", sagt der Schulleiter.

Nicht zuletzt ist die Grundschule Nettelnburg beim JeKi-Projekt dabei und startet mit gleich drei Parallelklassen: "Wir haben schon Klassensätze mit Blockflöten und wollen jetzt drei externe Instrumentallehrer beschäftigen, um den Musikunterricht zu intensivieren", sagt Schulleitern Astrid Seemann. Beim Info-Tag am Sonnabend, 14. Februar, werden die Musiklehrer ihr neues Konzept vorstellen.

"Wir wollen jetzt drei externe Instrumentallehrer beschäftigen." Astrid Seemann, Schulleiterin Nettelnburg

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